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Zahngesundheit

Zahnausfall und Parodontitis durch Piercings

Wie gefährlich ist Metallschmuck im Mund?
veröffentlicht am 03.07.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Ein Zungenpiercing kann Parodontitis befördern Bild vergrößernEin Zungenpiercing kann Parodontitis befördern(c) fotolia.de / YBond
Die bei jungen Menschen beliebten Piercings auf der Zunge können offenbar entzündliche Zahnfleischerkrankungen wie Parodontitis auslösen. Entsprechende zahnmedizinische Studien wurden Ende Juni 2018 auf der Jahresversammlung der Europäischen Parodontologie-Förderation in Amsterdam vorgestellt.

2018-07-03T14:23:00+02:00
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Nachsweisbarer Zusammenhang

Der Schweizer Parodontose-Spezialist Dr. Clemens Walter aus Basel stellte dazu 18 verschiedene signifikante Fälle einer klinischen Beobachtung von Piercingträgern vor.  Der Spezialist konnte durch Vergleichsbeobachtungen dabei einen Zusammenhang zwischen Piercings im Mundbereich und einer stärkeren Neigung zu parodontaler Entzündung nachweisen.

Auch ein belgischer Parodontologe aus Brüssel stellte mehrere Fälle vor. Zwei junge Patientinnen, die acht bis zehn Jahre lang Zungenpiercings getragen hatten, litten unter Zahnfleischbluten, Zahnfleischschäden und Parodontitis. Diese Symptome und Erkrankungen wurden durch den ständigen Druck des Metalls gegen die  Zähne und das Zahnfleisch ausgelöst. Trotz einer aufwendigen behandlung konnte eine Wiederherstellung des zerstörten Zahnfleischs nicht mehr erreicht werden. Sichtbare bleibende Zahnschäden bei den jungen weiblichen Patientinnen waren die Folge.

Zahnärzte sollen vor Zungenpiercings warnen

Dr. Walter aus Basel empfahl seinen Kollegen, die Patienten vor den Risiken des Zungenpiercings zu warnen und den Patienten vorbeugend die Entfernung der Piercings zu anzuraten.

 

Quelle: ZWP Online

 

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