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TK-Studie: Nordlichter und Berliner fehlen am häufigsten wegen Depression

30.01.2015

Depressionen gehören laut einer Erhebung der Techniker Krankenkasse zu den häufigsten Ursachen von Krankheitsfehltagen in Deutschland – mit steigender Tendenz. Allein zwischen 2000 und 2013 erhöhte sich die Zahl der gemeldeten Fehltage auf Grund von Depression um nahezu 70 Prozent.

Depression ist zweithäufigste Krankschreibungsursache

Insgesamt stehen Depressionen als Fehlzeitenursache an zweiter Stelle nach den Erkältungen, wobei die Langwierigkeit der Einzelerkrankung schwerer ins Gewicht fällt als die Gesamtzahl der Erkrankten. Mehr als sieben Prozent aller Fehltage bei Krankmeldungen gehen laut TK-“Depressionsatlas“ auf das Konto depressiver Erkrankungen. Bis ein Arbeitnehmer sich wieder gesund zurück meldet, vergehen durchschnittlich 64 Tage.

Unterschiede zwischen Regionen, Geschlechtern und Berufsgruppen 

Die statistische Grundlage dieser Aussagen ist eine umfangreiche Studie unter mehreren Millionen bei der TK versicherten Arbeitnehmern im Jahr 2013. Bei der regionalen Auswertung nach Bundesländern zeigten sich eine höhere Zahlen in den nördlichen Bundesländern sowie in Berlin. So lag die durchschnittliche Fehlzeit mit Diagnose Depression je Erwerbstätigem in Hamburg fast doppelt so hoch wie in Baden-Württemberg. Frauen sind beinahe doppelt so stark betroffen wie Männer, nimmt man die Anzahl der Fehltage als Grundlage. Bestimmte Berufsgruppen zeigen deutlich höhere Zahlen von Fehltagen wegen depressiver Erkrankungen. Laut TK-Atlas sind diese im Sozialbereich, in Call-Centern und bei Sicherheitsfirmen anzutreffen.


Anteil der depressionsbedingten Fehlzeiten an der Gesamtfehlzeit je Erwerbsperson 2013 

Grafik/Quelle: Depressionsatlas der Techniker Krankenkasse 2015