Gesellschaft

Studie zeigt: Social Media verstärkt Schönheitsdruck bei jungen Menschen

veröffentlicht am von Redaktion krankenkasseninfo.de

Studie zeigt: Social-Media erhöht psychischen Druck bei jungen MenschenStudie zeigt: Social-Media erhöht psychischen Druck bei jungen Menschen(c) getty Images / monkeybusinessimages
Soziale Medien erhöhen den Druck auf junge Menschen, ganz bestimmten Schönheitsidealen zu entsprechen. Das ist das Ergebnis der Studie „Zukunft Gesundheit 2025“ der vivida bkk und ihrer Stiftung „Die Gesundarbeiter – Zukunftsverantwortung Gesundheit“. Besonders empfänglich und daher gefährdet sind jüngere Menschen. 

2026-01-29T14:36:00+01:00

Unrealistische Vorbilder auf Insta oder Tik Tok 

Demnach spürt in der Altersgruppe der 14- bis 34-Jährigen jeder Zweite häufig den Druck, einem idealisierten Körperbild gerecht zu werden - oft mit gesundheitlichen Folgen. Maßgeblich geprägt werden diese Ideale durch soziale Medien: 52 Prozent der Befragten orientieren sich bei Fragen von Aussehen und Körperbild an Plattformen wie Instagram oder TikTok. Dort werden häufig scheinbar perfekte Körper, Trainingsroutinen und Erfolge präsentiert – nicht selten bearbeitet, gefiltert oder inszeniert. Laut Sina Knöpfle, Gesundheitsexpertin bei der vivida bkk, kann dies dazu führen, dass junge Menschen unrealistischen Vorbildern nacheifern und den eigenen Körper ständig optimieren wollen.

Klicken, Anschauen, Vergleichen

Sechs von zehn Befragten vergleichen regelmäßig ihr Aussehen mit anderen, wobei Frauen (64 Prozent) deutlich häufiger betroffen sind als Männer (55 Prozent). Auch altersabhängige Unterschiede zeigen sich: Je jünger die Teilnehmenden, desto stärker ist der empfundene Vergleichsdruck. Rund die Hälfte der Befragten empfindet sich selbst als zu dick, etwa jeder Fünfte als zu dünn. Besonders auffällig ist, dass sich jeder dritte junge Mann als zu dünn wahrnimmt – ein Hinweis auf den wachsenden Fokus auf Muskelaufbau und körperliche Optimierung. Knöpfle betont jedoch: Sport und Ernährung seien wichtig, aber nur ein Teil von körperlichem und mentalem Wohlbefinden. „Gesundheit lässt sich nicht am Sixpack ablesen“, so die Expertin.

Medienkompetenz   

Eine zentrale Rolle im Umgang mit diesem Druck kommt den Eltern zu. Sie sollten ihre Kinder im reflektierten Umgang mit sozialen Medien begleiten und für unrealistische Schönheitsideale sensibilisieren. Unterstützung bietet die vivida bkk mit dem kostenfreien Angebot „Digitaler Elternabend“, das Eltern hilft, über Körperbilder, Selbstwert und Vergleichsdruck ins Gespräch zu kommen. 

Die Studie basiert auf einer repräsentativen Online-Befragung von 1.014 jungen Menschen im Alter von 14 bis 34 Jahren und beleuchtet deren Einstellungen zu Gesundheit, Stress, Ernährung und Prävention.

 

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