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Steigende Kassenbeiträge durch Finanzreform - Zwei Drittel würden wechseln

16.06.2014 Zwei von drei Deutschen würden bei einer Beitragserhöhung in Folge von Zusatzbeiträgen die Krankenkasse wechseln, wenn sie dadurch Geld sparen könnten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Marktforschungsanalyse.

Wechsel schon ab 50 Euro Jahresersparnis attraktiv

Wenn ab dem kommenden Jahr wieder unterschiedlich hohe Krankenkassenbeiträge an der Tagesordnung sein könnten, würden zwei Drittel der Versicherten auch gegebenenfalls die Krankenkasse wechseln. Als attraktiv und auslösend für einen Wechsel wird dabei eine mögliche Ersparnis von ca. 145 Euro im Jahr oder 12 Euro im Monat angesehen. Einer von drei Versicherten kann sich sogar vorstellen, schon bei 100 Euro Ersparnis die Kasse zu wechseln. Bei 50 Euro an möglicher Einsparung sind es immerhin noch 16 Prozent aller Befragten, für die dann ein Wechsel in Betracht kommt.  



Ja zur Reform - Fragezeichen bei Zusatzbeiträgen


Bei der Umfrage des Institutes 'Heute und Morgen' wurden 1.000 Menschen zwischen 18 bis 65 Jahren befragt. Auf Kritik bei den Versicherten stößt die Regelung zu den Zusatzbeiträgen, während die Reform grundsätzlich begrüßt wird. Befürchtet werden sowohl steigende Beiträge wie auch Kürzungen bei den Kassenleistungen.

Hintergrund: Der Bundestag hat am 5. Juni das GKV-Finanzstruktur- und Qualitäts-Weiterentwicklungsgesetz (FQWG) beschlossen, so dass dieses zum Jahreswechsel in Kraft treten kann. Der allgemeine Beitragssatzes wird von 15,5 auf 14,6 Prozent abgesenkt und der Arbeitgeberanteil wird mit 7,3 Prozent festgeschrieben. Zur Deckung des Finanzbedarfs können  die Krankenkassen einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben.


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