Fusion 2027: vivida BKK und BKK Scheufelen wollen zusammengehen
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Die fusionierte gemeinsame Krankenkasse würde dann insgesamt rund 376.000 Versicherte betreuen. Den größten Anteil stellt die vivida BKK mit etwa 310.000 Versicherten, während die BKK Scheufelen derzeit rund 66.000 Versicherte zählt. Die vivida BKK war selbst erst 2021 aus der Fusion der Schwenninger Krankenkasse und der atlas BKK ahlmann hervorgegangen.
Versichertenzahlen gingen zurück
Beide Krankenkassen verzeichneten in den vergangenen Jahren rückläufige Mitgleiderzahlen, was einer der Gründe für den geplanten Zusammenschluss sein dürfte. Im bundesweiten Vergleich würde sich die neue Krankenkasse dann im Mittelfeld bewegen. Zum Vergleich Die Techniker Krankenkasse betreut mehr als 12 Millionen Versicherte, die Barmer rund 8 Millionen. Gleichzeitig gibt es derzeit noch mehr als 20 gesetzliche Krankenkassen mit weniger als 100.000 Versicherten.
Zusatzbeitrag könnte sinken
Auch beim Zusatzbeitrag unterscheiden sich beide Kassen nur gering. Die vivida BKK erhebt aktuell einen Zusatzbeitrag von 3,79 Prozent, die BKK Scheufelen 3,99 Prozent. Welcher Beitragssatz nach der Fusion gelten wird, ist bislang offen. Allerdings ist es nicht unwahrscheinlich, dass zumindest die Mitglieder der BKK Scheufelen nach der Fusion weniger an Zusatzbeitrag zu zahlen haben.
Weitere Fusionen angekündigt
Der geplante Zusammenschluss reiht sich in eine Serie weitere Fusionen in der GKV ein. Bereits angekündigt oder beschlossen wurden unter anderem Fusionen der IKK Berlin Brandenburg mit der IKK gesund plus oder die kürzlich bekannt gegebenen Fusionen der BKK firmus mit BKK Pfaff sowie der BKK Rieker • RICOSTA • Weisser. Hintergrund sind steigende Leistungsausgaben, der anhaltende Fachkräftemangel und hohe Investitionen in die Digitalisierung.
Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen ist seit Jahren rückläufig. Gab es im Jahr 2000 noch 420 Krankenkassen, sind es inzwischen nur noch etwa mehr als neunzig. Angesichts der zahlreichen geplanten Fusionen dürfte die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen Anfang 2027 erneut sinken. Auch der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hatte sich mehrfach für eine deutlich stärkere Konzentration ausgesprochen und eine Mindestgröße von einer Million Mitgliedern je Krankenkasse ins Gespräch gebracht.
