mkk und BKK Pfalz fusionieren zum 1. Januar 2027
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Die beiden bundesweit geöffneten Betriebskrankenkassen mkk – meine krankenkasse und BKK Pfalz haben die Weichen für einen Zusammenschluss gestellt. Die Verwaltungsräte beider Kassen beschlossen auf ihren Sitzungen in Erkner einstimmig die Fusion.
Der Zusammenschluss soll zum 1. Januar 2027 erfolgen. Voraussetzung ist noch die Genehmigung durch das Bundesamt für Soziale Sicherung. Die fusionierte Krankenkasse wird weiterhin unter dem Namen mkk – meine krankenkasse auftreten.
Neue mkk mit rund 660.000 Versicherten
Die mkk – meine krankenkasse betreut derzeit rund 520.000 Versicherte. Die BKK Pfalz bringt nach Angaben der Krankenkassen etwa 140.000 Versicherte in den Zusammenschluss ein.
Nach Abschluss der Fusion wird die neue mkk damit auf insgesamt rund 660.000 Versicherte kommen. Hinzu kommen rund 100.000 Firmenkunden der bisherigen mkk.
Für die mkk – meine krankenkasse ist es bereits der zwölfte Zusammenschluss mit einer anderen Krankenkasse.
Was ändert sich für die Versicherten?
Für die Mitglieder beider Krankenkassen soll die Fusion weitgehend automatisch ablaufen. Der bestehende Versicherungsschutz bleibt ohne Unterbrechung bestehen.
Versicherte der BKK Pfalz werden zum 1. Januar 2027 automatisch Mitglied der fusionierten mkk – meine krankenkasse. Ein neuer Mitgliedsantrag ist nach Angaben der Kassen nicht erforderlich.
Die wichtigsten Folgen für Versicherte:
- Der Krankenversicherungsschutz besteht nahtlos fort.
- Die Mitgliedschaft wird automatisch übertragen.
- Leistungen können weiterhin ohne Einschränkungen genutzt werden.
- Versicherte erhalten Zugang zum erweiterten bundesweiten Servicenetz der mkk.
- Über organisatorische Änderungen werden die Mitglieder rechtzeitig informiert.
Details zu möglichen Änderungen bei Satzungsleistungen, Bonusprogrammen, Zusatzbeitrag oder Wahltarifen wurden bislang noch nicht veröffentlicht.
Fusion soll wirtschaftliche Stabilität stärken
Als Gründe für den Zusammenschluss nennen die Krankenkassen insbesondere steigende Ausgaben im Gesundheitswesen, den demografischen Wandel und den wachsenden Investitionsbedarf bei der Digitalisierung.
Auch der Fachkräftemangel und die zunehmenden organisatorischen Anforderungen stellten kleinere und mittlere Krankenkassen vor Herausforderungen.
„Die Fusion mit der BKK Pfalz stärkt uns für die Zukunft“, erklärt Andrea Galle, Vorständin der mkk – meine krankenkasse. Durch die Bündelung der Kompetenzen solle eine wirtschaftlich stabile Grundlage für eine weiterhin hochwertige und innovative Gesundheitsversorgung entstehen.
Nach Ansicht von Dr. Andreas Erb, Vorsitzender des Verwaltungsrates der BKK Pfalz, sind Fusionen Teil des langfristigen Strukturwandels in der gesetzlichen Krankenversicherung. Größere Organisationen könnten notwendige Investitionen leichter finanzieren und ihre wirtschaftliche Stabilität sichern.
Ausbau von Prävention und digitalen Angeboten
Beide Krankenkassen arbeiten nach eigenen Angaben bereits seit längerer Zeit eng zusammen. Die Verantwortlichen sehen sowohl fachlich als auch kulturell und strategisch große Gemeinsamkeiten.
Durch den Zusammenschluss sollen insbesondere Angebote in folgenden Bereichen weiterentwickelt werden:
- Prävention und Gesundheitsförderung
- digitale Services
- Nachhaltigkeit und Klimaschutz
- geschlechtsspezifische Gesundheitsversorgung
- innovative Versorgungsangebote
Die BKK Pfalz besteht seit 1923 und hat ihren Sitz in Ludwigshafen. Die mkk – meine krankenkasse wurde 1993 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Berlin. Sie beschäftigt derzeit rund 1.150 Mitarbeitende an 30 Standorten.
Weitere Krankenkassenfusion zum Jahresbeginn 2027
Mit dem geplanten Zusammenschluss setzt sich die Konsolidierung innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung fort. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen durch Fusionen kontinuierlich zurückgegangen.
Ob sich durch die Fusion Änderungen beim Zusatzbeitrag oder beim Leistungsangebot ergeben, steht derzeit noch nicht fest. Die Krankenkassen dürften ihre Versicherten im weiteren Verlauf des Jahres 2026 über die konkreten Auswirkungen informieren.
