"Es reicht" Tausende demonstrierten gegen Sparpolitik im Bereich Gesundheit
Wut-Ärztin Merscher mobilisierte Patienten, Gesundheitsbeschäftigte und ElternFinden Sie die richtige Krankenkasse
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Die Demonstration richtete sich insbesondere gegen die geplanten Änderungen im Rahmen des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes. Die Initiatoren warnen vor Folgen für die medizinische Versorgung und nennen unter anderem mögliche Einschnitte bei Vorsorgeuntersuchungen, Kindertherapien, Reha-Leistungen, der Geburtshilfe und der Luftrettung.
Merscher, die in den Medien auch als so genannte "Wut-Ärztin" bekannt geworden war, wollte mit der Kundgebung Beschäftigte aus Gesundheitsberufen, Patientinnen und Patienten sowie Eltern zusammenbringen. Nach Angaben des offiziellen Demo-Aufrufs sollte vor dem Reichstagsgebäude ein friedliches Zeichen für eine starke Gesundheitsversorgung und gegen geplante Reformen gesetzt werden.
Wie viele Menschen tatsächlich teilnahmen, ist derzeit nicht eindeutig belegt. In sozialen Netzwerken und im Umfeld der Organisatoren kursieren deutlich höhere Zahlen. Eine verlässliche offizielle Teilnehmerzahl der Berliner Polizei ist bislang jedoch nicht veröffentlicht. Deshalb lässt sich die häufig genannte Zahl von 12.000 oder 20.000 Teilnehmern derzeit nicht unabhängig bestätigen.
mehr als eine halbe Millioen Menschen zeichneten die Petition
Die Resonanz auf den Protest war bereits im Vorfeld erheblich. Eine von Merscher initiierte Online-Petition gegen die geplante Regelung zur Krankschreibung ab dem ersten Krankheitstag hatte laut rbb bis zum Samstagmittag mehr als 520.000 Unterschriften erreicht. Die Berliner Demonstration markiert damit einen weiteren öffentlichen Protest gegen den geplanten Sparkurs im Gesundheitswesen. Die Auseinandersetzung über die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung dürfte auch in den kommenden Monaten die gesundheitspolitische Debatte bestimmen.
