33 Krankenkassen erhöhen den Zusatzbeitrag 2026 – eine Kasse senkt
Realer durchschnittlicher Zusatzbeitrag höher als offizielle PrognoseKeine Stabilität trotz politischer Versprechen
Nun ist es amtlich: Alle geöffneten gesetzlichen Krankenkassen haben die neuen Beitragssätze für das kommende Kalenderjahr 2026 festgelegt. Entgegen den Versprechungen der Bundesregierung steigen die Abzüge vom Brutto millionenfach erneut an – bei manchen Kassen sogar drastisch bis zu einem ganzen Prozent.
Von Beitragserhöhungen sind somit mindestens 28 Millionen beitragzahlende Kassenmitglieder und deren Arbeitgeber betroffen. Unter anderem sehen sich sechs Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) , drei Ersatzkassen und viele Betriebskrankenkassen gezwungen, ihren Zusatzbeitrag anzuheben. Darunter sind die DAK Gesundheit, die Techniker Krankenkasse und die Hanseatische Krankenkasse, aber auch die AOK Bremen und Bremerhaven oder die Heimat Krankenkasse. Die größten Teuerungen betreffen die Mitglieder der BKK exklusiv ( +1,1 % ) , der energie BKK ( +1,00 % ) und der VIACTIV (+ 0,92 % ).
Bis zu 62 Euro mehr für die Krankenkasse
Weil sich parallel zum Jahreswechsel auch die Beitragsbemessungsgrenze deutlich erhöht, zahlen die betroffenen versicherten Arbeitnehmer ab Januar 2026 bis zu 31 Euro mehr für ihre Krankenversicherung. Als Selbstständige müssen sie sogar bis zu 62 Euro mehr an die Krankenkasse abführen. Der reale rechnerische durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026 liegt bei 3,13 Prozent und damit höher als der von der Polititik festgelegte offizielle Wert.
Hoher Zusatzbeitrag trotz Absenkung
Eine einzige große Krankenkasse hat sich entschlossen, ihren Zusatzbeitrag ab Januar abzusenken. Für die eine Million Mitglieder der Knappschaft verringert sich der Beitragssatz geringfügig um 0,1 Prozentpunkte. Trotzdem bleibt der gesamte Krankenkassenbeitrag der Knappschaft mit 19,00 % im Vergleich weiterhin überdurchschnittlich hoch.
Krankenkassenwechsel prüfen
Ein Vergleich und eventueller Krankenkassenwechsel kann sich eventuell für die betroffenen Versicherten sehr lohnen. Für einen Wechsel wäre dann kein Kündigungsschreiben nötig, sondern es ist ausreichend, einen Antrag auf Mitgliedschaft in einer anderen Krankenkasse zu stellen.
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