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Gesundheit

FSME und Borreliose: KKH mahnt zu Vorsicht in der neuen Zecken-Saison

Während der Corona-Pandemie sollten auch andere Gesundheitsgefahren beachtet werden
veröffentlicht am 08.04.2020 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Zecken übertragen FSME und BorrelioseZecken übertragen FSME und Borreliose(c) Thorben Wengert / pixelio.de
Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hat davor gewarnt, angesichts der Corona-Pandemie andere Gefahren für die Gesundheit wie zum Beispiel die krankheitsübertragenden Zecken aus dem Blick zu verlieren.

2020-04-08T14:07:00+00:00
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Gerade während der Krise suchten viele Menschen in der Natur nach Abstand und Zuflucht. Doch mit den steigenden Temperaturen dieser Tage beginnt auch die Hochsaison der Zecken. Stechen die kleinen Blutsauger zu, können sie gefährliche Krankheiten wie  FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis ) oder Lyme-Borreliose übertragen.

Regional unterschiedlich hohe Risiken 

Laut Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI) seien derzeit abhängig von der Region bis zu 30 Prozent aller heimischen Zecken Träger von Borreliose-Erregern. Auch das Risiko einer Infektion mit dem FSME-Erreger ist regional unterschiedlich und liege nach wie vor in Bayern und Baden-Württemberg, in Sachen sowie in Teilen Hessens und Thüringens am höchsten.

Immer noch gebe es keinen Impfstoff gegen Borreliose, weshalb der beste Schutz hier eine Vermeidung der Ansteckung ist. Dazu empfiehlt die KKH lange Kleidung und Zeckenschutzmittel. Wer trotzdem gestochen wird, sollte darauf achten, ob sich nach einiger Zeit um die Einstichstelle herum eine ringförmige Rötung bildet. Diese gilt als Hinweis auf eine mögliche Borreliose-Infektion. Weitere Symptome sind Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Eine frühe Erkennung der Infektion ist besonders wichtig, weil sich Borreliose vor allem im Frühstadium gut antibiotisch behandeln lässt.

Zeckenschutzimpfung bietet Schutz gegen FSME

Schutz vor der Viruserkrankung FSME und  bietet eine Impfung. Die KKH weist in diesem Zusammenhang auf die relativ niedrige Impfquote unter den Versicherten der Krankenkasse hin. Gerade einmal 2,6 Prozent der circa 1.167.000 Versicherten seien derzeit gegen FSME geimpft.
 
Viele der jährlichen Neuerkrankungen an FSME könnten aber durch eine höhere Impfrate in den Risikogebieten verhindert werden, so die KKH. Um den vollen Impfschutz für eine Dauer von drei Jahren zu erreichen, seien dafür im Normalfall drei Impfungen nötig. Grundsätzlich könne man das ganze Jahr über impfen. Besonders sinnvoll ei es aber, bei Beginn der Saison zu impfen.

Was tun nach einem Zeckenbiss?

Des Weiteren räumt die KKH mit weit verbreiteten und zum Teil auch gefährlichen Irrtümern auf. So ist es ein falscher Mythos, wonach sich Zecken von Bäumen fallen lassen. Auch seien sie nicht nur im Sommer, sondern ganzjährig ab einer Temperatur von bereits 7 Grad Celsius aktiv.
 
Nach einem Zeckenbiss sollte man auf keinen Fall Öl auf die Einstichstelle bringen, rät die KKH. Denn dies führe zu einer unnötigen Reizung der Tiere und bringt es unter Umständen dazu, Speichel und damit Erreger in die Wunde abzugeben.

Statt dessen sollte die Zecke immer mit einer Zeckenzange, Zeckenkarte oder Pinzette möglichst nah an der Haut gepackt und vorsichtig herausgezogen und die Wunde im Anschluss desinfiziert werden. Bei Unsicherheiten über eventuell verbliebene Tierreste im Körper sollte zusätzlich ein Arzt hinzugezogen werden.

 

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