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gesund leben

Raucherentwöhnung: Unterstützung von der Krankenkasse

veröffentlicht am 05.01.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Endlich Rauchfrei - mit Unterstützung von der KrankenkasseEndlich Rauchfrei - mit Unterstützung von der Krankenkasse(c) Barbara Nobis / pixelio.de
Die Attraktivität des Rauchens hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Nikotinsucht ist trotzdem weiterhin stark verbreitet. Entsprechend hoch ist das Interesse an Rauchfrei-Programmen. Die gesetzlichen Krankenkassen unterstützen auf verschiedene Weise Maßnahmen zur Raucherentwöhnung.

2018-01-05T13:15:00+00:00
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Gesundheitskurse zur Raucherentwöhnung

Gesundheitskurse zur Tabakentwöhnung arbeiten in der Regel ganzheitlich. Um erfolgreich mit dem Rauchen aufzuhören müssen Motivation und Problembewusstsein geschult werden. Um Rückfälle zu vermeiden ist es außerdem wichtig, sich mit eigenem Verhalten in Stress- und Ausnahmesituationen auseinander zu setzen.

Auch sollte die Gefahr der Verlagerung des Suchtpotenzials Berücksichtigung im Kursprogramm finden, denn nicht selten wird eine Art „Ersatz“ für den Tabak gesucht, beispielsweise in Form von Alkohol oder ungesundem Essen. Die Rauchfrei-Kurse erstrecken sich in der Regel über mehrere Wochen und werden für Kleingruppen angeboten.

Nicht alle Rauchfrei-Kurse werden automatisch von der Krankenkasse anerkannt. Bei größeren Kassen sind spezielle Suchmaschinen für Kurse auf der Internetseite eingebunden. Damit können akzeptierte Kurse am Heimatort herausgefiltert werden. Neben dem Umgang mit Suchtmitteln gehören dazu auch Maßnahmen zur Bewegung, Ernährung und Stressabbau zum weitestgehend auch zum Rauchfrei-Spektrum.

Was übernimmt die Krankenkasse?

In der Regel wird von der Krankenkasse pro Jahr mindestens ein Kurs aus einem der vier Handlungsfelder bezuschusst. Manche Kassen übernehmen die vollen hundert Prozent der Kosten bis zu einem bestimmten Maximalbetrag. Bei anderen ist die Bezuschussung auf einen bestimmten Prozentsatz festgesetzt. Wenn bei kleineren Kassen ist das Kursangebot nicht online zugänglich ist, muss eine Kostenübernahme bzw. Bezuschussung vorher vereinbart werden. Wer sicher gehen will, sollte die genauer Höhe des Zuschusses bei der Krankenkasse vorab erfragen.

Die Teilnahme an Raucherentwöhnungskursen und anderen Maßnahmen kann man sich auch mit Bonuspunkten honorieren lassen. Manche Kassen erstatten auch die komplette Kursgebühren im Rahmen ihrer Bonusprogramme.

Für fast alle Bonusprogramme gilt: Je mehr Maßnahmen in einem Jahr in Anspruch genommen werden, desto höher die Prämien. Die Versicherten haben außer dem die Wahl, sich die Prämien entweder direkt auszahlen zu lassen oder als verrechenbare Größe für ein Gesundheitskonto zu sammeln, mit der dann andere Gesundheitsleistungen bezahlt werden können wie zum Beispiel eine Professionelle Zahnreinigung.

Exotisch, aber erfolgreich: Raucherentwöhnung mit Hypnose und Akupunktur

Vielfach werden auch Verfahren wie Hypnose und Akupunktur angewendet, um die Abhängigkeit vom Rauchen zu beenden. Da die Wirksamkeit dieser Methoden bislang wissenschaftlich nicht ausreichend belegt ist, werden Kosten für Akupunktur und Hypnose in der Regel nicht durch die Krankenkassen übernommen. Die Kosten sind in diesem Bereich deutlich höher, weil die Patienten einzeln und sehr zeitintensiv betreut werden.

Ausnahme: In einigen Gesundheitskursen sind Hypnoseeinheiten eingebunden. Wird der entsprechende Kurs von der Krankenkasse bezuschusst, ist die Hypnose gewissermaßen eine kostenlose Zusatzleistung für die Versicherten.

Nikotinpräparate und Nikotinpflaster

In der Apotheke und im Internet werden zahllose Arzneimittel angeboten, mit denen das Nichtrauchen erleichtert werden soll. Nikotinpräparate zählen zu den beliebtesten Rauchfrei-Medikamenten. Durch Kaugummis oder Lutschtabletten kann dem Körper beispielsweise in Stresssituationen schnell Nikotin zugeführt werden. Nikotinpflaster sollen hingegen starke Schwankungen des Nikotinspiegels vermeiden. Da der Wirkstoff Nikotin dem Körper weiter zugeführt wird, ist die Tabakabhängigkeit nicht besiegt. Dafür kann ein langsamer Ausstieg erleichtert und unterstützt werden. Für Nikotinpflaster und Nikotinpillen übernehmen die Krankenkassen keine Kosten.

 

 

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