Wahltarife der BKK Freudenberg

Wahltarif Selbstbehalt

  • Mitglieder, die Kostenerstattung gewählt haben, können für sich und ihre familienversicherten Angehörigen jeweils für ein Kalenderjahr einen Teil der von der BKK zu tragenden Kosten in Höhe von 300,- EUR oder in Höhe von 500,- EUR übernehmen.

  • Auf den Selbstbehalt werden die Kosten für die Inanspruchnahme folgender Leistungen nicht angerechnet:

    - Prävention (§ 20 SGB V)

    - Leistungen zur Verhütung von Zahnerkrankungen (Gruppenprophylaxe - § 21 SGB V,
    Individualprophylaxe - § 22 SGB V, Zahnprophylase - § 33 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 SGB V),

    - medizinische Vorsorgeleistungen (§23 SGB V) mit Ausnahme ambulanter Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten

    - Gesundheitsuntersuchungen (§25 SGB V)

    - Kinderuntersuchungen (§26 SGB V)

    - Schutzimpfungen (§ 20 d SGB V)

    Ebenfalls werden die Kosten für die Inanspruchnahme von Leistungen durch Versicherte, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nicht auf den Selbstbehalt angerechnet.

  • Für die Dauer der Entscheidung für den Selbstbehalt erstattet die Betriebskrankenkasse dem Mitglied einen Teil der für den Erstattungszeitraum gezahlten Beiträge. Der Erstattungsbetrag beträgt bei einem Selbstbehalt von 300,00 EUR 200,00 EUR und bei einem Selbstbehalt von 500,00 EUR 350,00 EUR. Die Zahlung erfolgt jährlich im Voraus.

  • Die Wahl des Selbstbehalts wirkt vom Beginn des der Wahl folgenden Kalendermonats. Soweit das Mitglied einen Selbstbehalt während des laufenden Kalenderjahrs wählt, werden der Selbstbehalt nach Punkt 1 und die Prämienzahlung nach Punkt 3 anteilig berechnet. Die Punkte 1 und 2 gelten entsprechend, soweit Beitragsfreiheit nach § 224 SGB V für volle Kalendermonate besteht.

  • Für die Dauer der Entscheidung für den Selbstbehalt sind der Betriebskrankenkasse die Krankenversichertenkarten des Mitglieds und der nach § 10 SGB V versicherten Angehörigen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, auszuhändigen.

  • Bei der Erstattung der Kosten wird der Selbstbehalt in Abzug gebracht.

  • Die Prämienzahlungen für Wahltarife dürfen insgesamt 20 % der vom Mitglied im Kalenderjahr getragenen Beiträge, mit Ausnahme der Beitragszuschüsse nach § 106 SGB VI sowie § 257 Abs. 1 Satz 1 SGB V, höchstens jedoch 600,- EUR nicht überschreiten.

  • Die Mindestbindungsfrist an den Wahltarift beträgt 3 Jahre.
  • Wahltarif Prämienzahlung

  • Mitglieder, die im abgelaufenen Kalenderjahr länger als 3 Monate bei der BKK versichert waren, erhalten eine Prämienzahlung, wenn sie und ihre nach § 10 SGB V mitversicherten Angehörigen in dem zu beurteilenden Kalenderjahr keine Leistungen in Anspruch genommen haben. Voraussetzung ist, dass das Mitglied der BKK spätestens zum 30.09. des Kalenderjahres, für das die Prämienzahlung erstmals erfolgen soll, anzeigt, den Wahltarif in Anspruch nehmen zu wollen.

  • Für die Beitragsrückzahlung ist die Inanspruchnahme folgender Leistungen unschädlich:

    - Prävention (§ 20 SGB V)

    - Leistungen zur Verhütung von Zahnerkrankungen (Gruppenprophylaxe - § 21 SGB V, Individualprophylaxe - § 22 SGB V, jährliche Zahnprophylaxe - § 55 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 SGB V)

    - medizinische Vorsorgeleistungen (§23 SGB V) mit Ausnahme ambulanter Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten

    - Gesundheitsuntersuchungen (§25 SGB V)

    - Kinderuntersuchungen (§26 SGB V)

    - Schutzimpfungen (§ 20 d SGB V)

    Ebenfalls unschädlich für die Prämienzahlung ist die Inanspruchnahme von Leistungen durch die nach § 10 SGB V mitversicherten Angehörigen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

  • Die jährliche Prämienzahlung beträgt im 1. Jahr 60,- EUR, im 2. Jahr 100,- EUR und ab dem 3. Jahr 120,- EUR

  • Die Mindestbindungsfrist an den Wahltarif beträgt 1 Jahr.
  • Hausarztmodell

    Das Hausarztprogramm fördert eine besondere Qualität der hausärztlichen Versorgung. Es eignet sich insbesondere für Patienten, die eine intensive ärztliche Betreuung benötigen und häufig und regelmäßig ihren Hausarzt sowie verschiedene Fachärzte aufsuchen müssen.

    Der Hausarzt als Lotse und erste Anlaufstelle:

    Beim Hausarztprogramm übernimmt der Hausarzt eine Lotsenfunktion, d.h. er koordiniert und steuert die Behandlung des Patienten. Folglich laufen sämtliche Untersuchungs- und Therapieergebnisse aller an der Behandlung beteiligten Fachärzte und Krankenhäuser zentral bei ihm ein.

    Das Überweisungsgebot durch den Hausarzt ist wesentlicher Bestandteil des Hausarztprogramms. Bei Behandlungsbedarf verpflichtet sich der Patient grundsätzlich zuerst den gewählten Hausarzt auszusuchen. Ausgenommen hiervon sind Besuche bei Frauenärzten und Augenärzten sowie Notfallbehandlungen.

    Die Vorteile des Hausarztprogramms:

    •    Der Hausarzt übernimmt als erste Anlaufstelle eine Lotsenfunktion und koordiniert alle notwendigen (Fach)arzt- und Krankenhaustermine.
    •    Bessere Abstimmung und Koordination von Ärzten, Therapeuten, Krankenhäusern.
    •    Unnötige Doppeluntersuchungen, wie beispielsweise mehrfaches Röntgen werden vermieden.
    •    Der Hausarzt behält den Gesamtüberblick über die Krankengeschichte.
    •    Alle am Programm teilnehmenden Hausärzte müssen Qualitätskriterien nachweisen. Hierzu zählt u.a. die regelmäßige Teilnahme an ärztlichen Fortbildungen.


    Alles zur Programmeinschreibung

    Das Hausarztprogramm ist kostenlos und freiwillig. Die Teilnahmeerklärung zum Programm wird direkt bei dem gewählten Hausarzt unterzeichnet. Mit der Einschreibung verpflichtet sich der Teilnehmer für die Dauer von einem Jahr, Fachärzte nur noch mit einem Überweisungsschein des Hausarztes aufzusuchen. Die Teilnahme kann mit einer Frist von vier Wochen zum Quartalsende, jedoch frühestens vier Wochen vor Ablauf des ersten Jahres gekündigt werden.
    Wechsel des Hausarztes nur in Ausnahmefällen
    Ein Wechsel des Hausarztes ist nur in bestimmten Ausnahmefällen möglich:
    •    bei einem nachhaltig gestörten Arzt-Patienten-Verhältnis,
    •    bei unzumutbar langen Anfahrtszeiten wegen Umzug des Arztes oder des Patienten
    •    oder bei Ausscheiden des Hausarztes aus dem Programm.

    Hinweis:
    Auch für die Hausärzte ist die Teilnahme freiwillig, d.h. nicht jeder Arzt nimmt an dieser Versorgungsform teil. Wenn Sie sich für eine Teilnahme interessieren, sprechen Sie Ihren Arzt an.

    Kostenerstattung

    Kostenerstattung
  • Alle Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung können anstelle der Sach- oder Dienstleistung die Kostenerstattung durch die Krankenkasse wählen. Die Wahl ist jedem Versicherten für seine Person selbst - also auch bei den familienversicherten Angehörigen - möglich, wobei der Versicherte das 15.Lebensjahr vollendet haben muss. Bei unterschiedlichen Wahlentscheidungen sind insoweit unterschiedliche Formen der Leistungsinanspruchnahme innerhalb eines Familienverbundes möglich. Die Versicherten sind an ihre Entscheidung mindestens ein Jahr gebunden. Eine Beschränkung auf den Bereich der ambulanten Behandlung ist möglich.

  • Der Versicherte hat Art und Umfang der erhaltenen Leistungen durch spezifzierte Rechnungen nachzuweisen.

  • Anspruch auf Erstattung besteht höchstens in Höhe der Vergütung, die die Betriebskrankenkasse bei Erbringung als Sach- oder Dienstleistung zu tragen hätte.

  • Der Erstattungsbetrag ist um 7,5 v. H. (mindestens 2,50 EUR und maximal 40,00 EUR) für Verwaltungskosten und fehlende Wirtschaftlichkeitsprüfung zu kürzen.