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BKK Linde

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Die Krankenkasse "BKK Linde" über sich

Die BKK Linde ist die gute Wahl für alle. Mit bis zu 200 Euro im Jahr unterstützt sie ihre Versicherten mit Präventionskursen vor Ort oder mit bis zu 220 Euro im Jahr für  Präventionsprogramme in ausgewählten Kurorten. Rund um die Familie bietet die BKK Linde Vorsorge- und Begleitprogramme für Schwangere und erweiterte Vorsorgeprogramme für Kinder. Mit dem Bonusprogramm FitBonus+ können sich die Versicherten attraktive Geldprämien sichern.

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Informationen
Adresse
(Zentrale)
BKK Linde
Konrad-Adenauer-Ring 33
65187 Wiesbaden
Geöffnet in:
bundesweit geöffnet
Mitglieder:
205124 (01.05.2026)
Versicherte:
272831 (01.05.2026)
Mitarbeiter:
461
(Stand 01.01.2026)
Geschäftsstellen:
9
Vorstand:
Peter Raab, (Stellv. Markus Winter)
Betriebsnummer:
OST 01085457
WEST 48698889
Kassentyp:
BKK
Satzungen:
satzungen-bkk-linde-2026.pdf
Geschäftsbericht:
Tansparenzbericht:
Stellenanzeigen:
BKK Linde Stellenangebote
Testnoten
1,6 Großer Krankenkassentest
1,4 Azubi Krankenkassentest
1,6 Für Familien
1,6 Leistungen im Test
1,8 Großer Krankenkassentest
2,1 Für Schwangere & junge Eltern
1,7 Selbständige Krankenkassentest
1,6 Studenten Krankenkassentest

Besondere Leistungen (Highlights)

TeleClinic

Mit TeleClinic bietet die TeleClinic ihren Versicherten die Möglichkeit, einen deutschen Arzt per Videochat zu konsultieren - rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. So lassen sich überfüllte Arztpraxen und lange Anfahrtswege vermeiden. Nach Bedarf erhalten Versicherte ihre Krankschreibung oder das benötigte Rezept bequem auf ihr Smartphone.

dermanostic

Hautarzt per App: Bei Hautproblemen jeglicher Art können Versicherte der BKK Linde einfach und schnell die Hautarzt-App von dermanostic in Anspruch nehmen. Dafür muss lediglich ein Foto hochgeladen sowie ein Fragebogen ausgefüllt werden und Versicherte erhalten innerhalb von 24 Stunden eine valide Antwort.

Hautkrebsscreening

Bis zum vollendeten 35. Lebensjahr haben Versicherte der BKK Linde im zweijährlichen Rhythmus Anspruch auf diese Untersuchung. Inhalte sind: 

- Anamnese

- körperliche Untersuchung

- die erstmalige Hauttypbestimmung

- die vollständige Dokumentation entsprechend den Vorgaben der Krebsfrüherkennung

Zudem können Versicherte mit der Leistung HautkrebsscreeningPLUS einmal jährlich die kostenlose digitale Ganzkörperfotografie als Ergänzung zur regulären Hautkrebsvorsorge in Anspruch nehmen. Mit modernster KI scannt eine vollautomatische Kamera systematisch die Hautoberfläche von Kopf bis Fuß. Dabei werden sämtliche Muttermale und Leberflecke digital erfasst, archiviert und auf eventuelle Bösartigkeit hin analysiert.

Homöopathische Behandlung

Die BKK Linde hat einen Vertrag abgeschlossen, um ihren Versicherten eine homöopathische Behandlung anbieten zu können, die mit keinen weiteren Zuzahlungen verbunden ist. Zudem können Versicherte über die Website die integrierte Homöopathensuche nutzen.

Präventionskurse und Gesundheitsreisen

Zu den entstandenen Kosten übernimmt die BKK Linde für bis zu 2 Präventionsmaßnahmen einen Zuschuss in Höhe von 100 %, max. 100,00 EUR pro Kurs. Die Kurse können als Präsenz- und als Onlinekurs in Anspruch genommen werden.

Bei Online-Präventionskursen des Kooperationspartners IMPULS Group muss der Versicherte nicht in finanzielle Vorleistung treten - die Kosten werden direkt mit der BKK Linde abgerechnet.

Die BKK Linde übernimmt die Kosten für Gesundheitsreisen (Well-Aktiv, AKON, AKTIVWOCHE) in Höhe von 220 EUR pro Jahr.

mentalis

Über den Kooperationspartner mentalis stehen den Versicherten der BKK Linde verschiedene Online-Programme im Bereich Psychotherapie zur Verfügung:

mentalis Nachsorgeprogramm:

Bei psychischen Erkrankungen helfen Nachsorgeprogramme von mentalis, bereits erzielte Behandlungserfolge nachhaltig sicherzustellen. Mit einer innovativen Kombination aus Smartphone-App und wöchentlichem Tele-Coaching, gewährleistet mentalis eine problemlose Folgeversorgung, im Anschluss an die (teil-)stationären Behandlung.

mentalis CareNow:

Mit der Therapie-App CareNow von mentalis bietet die BKK Linde ihren Versicherten einen sofortigen und einfachen Weg, sich bei psychischen Problemen an versierte Fachkräfte zu wenden. In einem Gespräch wird entschieden, was die nächsten Schritte sein können. Mit hilfreichen Techniken und Strategien unterstützt die App Jugendliche bei der Stärkung der mentale Gesundheit. 

mentalis Resilience+:

Resilience+ ist ein Medizinprodukt, das von Psychologen und Psychotherapeuten konzipiert wurde und bei Problemen wie zum Beispiel Depressionen, Stress, Selbstwertproblemen, Substanzkonsum oder ADHS als wertvoller Begleiter zur Seite steht. Versicherte der BKK Linde können es bspw. zur Wartezeitüberbrückung auf einen Therapieplatz nutzen.

Reiseschutzimpfungen

Die BKK Linde übernimmt 100 % der Kosten für den Impfstoff und die Arztleistung, der für das Reiseland empfohlenen Schutzimpfung. Dies gilt auch für notwendige Malaria-Prophylaxe.

Zahnleistungen über Zahnarzt-Netzwerk DentNet

Im Rahmen der Kooperation mit dem Netzwerk DentNet bietet die BKK Linde ihren Versicherten einmal im Jahr eine kostenfreie professionelle Zahnreinigung an.

Im Rahmen der Kooperation bietet die BKK Linde ihren Versicherten außerdem eine kostengünstige IMEX® Brücke oder Krone an (keramische, weiße und hochfeste Zirkonoxid-Brücke/Krone). 

 

BetterDoc

Mit BetterDoc erhalten Versicherte der BKK Linde Unterstützung bei der Suche nach einem Spezialisten bei der Behandlung von seltenen, schwerwiegenden oder chronischen Erkrankungen. 

Zudem erhalten Versicherte über BetterDoc eine unabhängige Zweitmeinung.

Starke Kids by BKK

Die BKK Linde bietet im Rahmen des Programms Starke Kids by BKK erweiterte Früherkennungsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche an. Folgende Leistung sind enthalten:

U10 (7-8 Jahre):

  • Schulleistungsstörungen
  • Sozialisations- und Verhaltensstörungen
  • Zahn-, Mund- und Kieferanomalien
  • Medienverhalten

U11 (9-10 Jahre)

  • Schulleistungsstörungen
  • Sozialisations- und Verhaltensstörungen
  • Zahn-, Mund- und Kieferanomalien
  • Medienverhalten
  • Pubertätsentwicklung

J2 Untersuchung:

  • Medizinische Risiken: Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes
  • Körperhaltung und Fitness
  • Sozialisations- und Verhaltensstörungen
  • Entwicklung der Sexualität
  • Medienverhalten und Umgang mit Drogen

M1 Mädchensprechstunde

  • Ausführliches und vertrauliches Gespräch mit der Frauenärztin bzw. dem Frauenarzt (Zyklus, Regelblutung, Sex, etc.)
  • Wenn gewünscht eine körperliche Untersuchung
keleya Schwangerschafts-App

Keleya ist die App für Frauen in der Zeit der Schwangerschaft und nach der Geburt. Neben digitalen Kursen etwa zur Geburtsvorbereitung und zur Rückbildung, profitieren Nutzerinnen von Expertentipps. Zudem erhalten Nutzerinnen über die keleya-App Zugang zur Hebammenplattform ammely.

 

Hallo Baby und Baby Care

Mit dem Programm "Hallo Baby" begleitet die BKK Linde schwangere Versicherte durch die Schwangerschaft. Das Programm basiert auf wissenschaftlich gesicherten Informationen und bedeutet für die werdende Mutter eine optimale medizinische Versorgung und Beratung durch vertraglich vereinbarte Kooperationen zwischen Ärzten, Krankenhäusern, Apothekern und weiteren Leistungserbringern.

 

Schwangerschaftsprophylaxe

Die BKK Linde bietet die Schwangerschaftsprophylaxe für den Zahnbereich über den Kooperationspartner DentNet an. 

Die Schwangerschaftsprophylaxe bietet den Versicherten folgende Leistungen:

  • Individuelle Beratung und Aufklärung über Risikofaktoren in der Schwangerschaft
  • Zusätzliche professionelle Zahnreinigung
  • Festlegung eines speziellen Kontroll- und Behandlungszyklus nach medizinischer Notwendigkeit
  • Rund 1.000 Zahnärzte stehen für diesen besonderen Service zur Verfügung
Geburtsvorbereitungskurse für Partner

Die BKK Linde gewährt Partnern/Begleitpersonen einen Zuschuss für die Teilnahme an einem Geburtsvorbereitungskurs, sofern der Kurs von einer Hebamme durchgeführt wird, die gemäß § 134a Abs. 2 SGB V oder nach § 13 Abs. 4 SGB V als Leistungserbringerin zugelassen bzw. berechtigt ist.

Der Zuschuss beträgt 80 % der entstandenen Kosten, jedoch nicht mehr als 100 Euro. Für die Erstattung des Zuschusses sind der Kasse die Rechnung und eine Teilnahmebestätigung der Hebamme einzureichen.

Spezielle Leistungen

Pflegekurse Online:

Über die Website des Kooperationspartners „curendo“ können sich Versicherte der BKK Linde kostenlos zum Online-Pflegekurs anmelden.

HüfteKnieTherapie von FPZ:

Die HüfteKnieTherapie ist ein Zusammenspiel aus digitalen Übungsprogrammen und klassischer Physiotherapie. Die BKK Linde übernimmt die Kosten für die FPZ HüfteKnieTherapie bei ihrem Kooperationspartner FPZ.

Rückentherapie von FPZ:

Versicherte der BKK Linde können bei dem Kooperationspartner FPZ neben einem maßgeschneiderten Therapieprogramm eine Zweitmeinung über die Notwendigkeit einer Rückenoperation entgegennehmen. Die Kostenübernahme durch die BKK Linde umfasst 85 %, der Eigenanteil beträgt 15 %.

Osteoporosetherapie von FPZ:

Das Programm zur Vermeidung von Stürzen und zur Stärkung der Knochendichte
- Präsenztherapieeinheiten in Verbindung mit Online-Therapieeinheiten, die zu Hause oder unterwegs am Computer, Tablet oder Smartphone durchgeführt werden können. Die BKK Linde übernimmt die gesamten Behandlungskosten.

KrebsTherapie von FPZ:

Die FPZ KrebsTherapie richtet sich an Menschen, die sich vor, in oder nach einer Behandlung von Lungenkrebs, Darmkrebs, Blutkrebs, Brustkrebs oder Prostatakrebs befinden. Ziele der Therapie sind unter anderem: Verbesserung der physischen Gesundheit, Reduzierung von Nebenwirkungen, Steigerung der Lebensqualität und Förderung der Rehabilitation.

RICHTIG ESSEN INSTITUT:

Kooperation mit dem RICHTIG ESSEN INSTITUT zur Ernährungsberatung bei Krankheiten.

Dr. Ambrosius:

Ernährungsberatung online und vor Ort.

Ernährungs-Therapie.net:

Deutschlandweites Netzwerk von zertifizierten Ernährungsfachkräften zur Behandlung bestimmter ernährungs- und ernährungsmitbedingter Krankheiten und Beschwerden.

TeleClinic:

Versicherte der BKK Linde könnnen an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr den Premiumservice des Online-Arzt-Portals in Anspruch nehmen. Rezept und Krankschreibungen werden nach Bedarf ausgestellt.

Dermanostic:

Die Dermanostic App ermöglicht eine schnelle und niedrigschwellige Kontaktaufnahme zu Hautspezialisten. Fotos hochladen, Fragebogen ausfüllen abschicken und Diagnose erhalten. Für Versicherte der BKK Linde ist dieser Service kostenlos.

GLA:D:

Das GLA:D Programm soll die Lebensqualität von Menschen, die an Arthrose leiden, nachhaltig verbessern. Durch wissenschaftlich basierte Therapien werden die Patienten dabei unterstützt, den Alltag auch mit Arthrose aktiv zu gestalten. Im Mittelpunkt steht das Erlernen, wie mit Schmerzen und Einschränkungen umgegangen werden kann und im Rahmen eines Selbstmanagements herauszufinden, was gut tut und was nicht gut tut.

OTT:

Die onkologische Trainings- und Bewegungstherapie (OTT) ist ein personalisiertes Bewegungsprogramm, das speziell auf die Bedürfnisse vor, während oder nach einer Krebstherapie zugeschnitten ist. Dabei kann das mit der Therapie einhergehende Fatique-Syndrom positiv beeinflusst sowie der gesamte Therapieverlauf verträglicher gestaltet werden.

ParkinsonGo:

Mit ParkinsonGo TM (Tele Monitoring) bietet die BKK Linde ein innovatives hybrides Versorgungskonzept an, das Bewegungssensoren, eine intelligente App und die Unterstützung durch Parkinson-Telenurses kombiniert. 

CareNow:

Mit der Therapie-App CareNow von mentalis bietet die BKK Linde ihren Versicherten einen sofortigen und einfachen Weg, um sich bei psychischen Problemen an versierte Fachkräfte zu wenden. Teilnehmen können Jugendliche in einem Alter von 13 bis 21 Jahren.  

Lasertherapie:

Lasertherapie bei vaginalen Erkrankungen.

Krankenkassen in Deutschland

Die gesetzlichen Krankenkassen sind die Träger der Gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland und somit Teil des deutschen Sozialsystems. Als Körperschaften des öffentlichen Rechts arbeiten sie nach dem Prinzip der Selbstverwaltung unter Aufsicht beauftragter Behörden. 

Inhaltsverzeichnis
  • 1 Die Krankenkasse "BKK Linde" über sich
  • 2 Besondere Leistungen (Highlights)
  • 3 Krankenversicherung in Deutschland
  • 4 Aufgaben der Krankenversicherung
  • 5 Gesetzliche und private Krankenkassen
  • 6 Kassenarten
  • 7 Aufsichtsbehörde der Krankenkassen
  • 8 Anzahl der Krankenkassen und Entwicklung
  • 9 Allgemeine Fragen (FAQ) zu Krankenversicherung und Krankenkassen

Krankenversicherung in Deutschland

In Deutschland gilt ein duales System der Krankenversicherung, bestehend aus der Gesetzlichen Krankenversicherung auf der einen und der Privaten Krankenversicherung auf der anderen Seite. Seit 2009 sind alle Einwohner der Bundesrepublik Deutschland zur Mitgliedschaft in einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenkasse verpflichtet.

Aufgaben der Krankenversicherung

Laut Sozialgesetzbuch gehören der Erhalt der Gesundheit der Versicherten bzw. deren Verbesserung oder Wiederherstellung und damit auch die Linderung von Beschwerden bei Krankheit zu den Aufgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Aus diesen Zielen und Aufgaben ergibt sich der allgemeine Leistungsanspruch der Versicherten. Die von den gesetzlichen Krankenkassen finanzierten Behandlungen und sonstigen Leistungen müssen laut SGB V "ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich" gestaltet sein. Laut diesem Wirtschaftlichkeitsgebot dürfen sie das "Maß des Notwendigen" und medizinisch sinnvollen nicht überschreiten. 

Gesetzliche und private Krankenkassen

GKV uind PKV GKV uind PKV
Neun von zehn Menschen in Deutschland sind in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert, deren Hauptmerkmal das Solidarprinzip ist. Dieses besagt, dass gesunde Versicherte für Kranke, Jüngere für Ältere, Alleinstehende für Familien und einkommensstarke für einkommensschwache Versicherte anteilig höhere Beiträge bezahlen. Durch das Solidarprinzip unterscheidet sich die GKV grundlegend von der PKV, in der das Äquivalenzprinzip gilt. Während sich die Höhe der Beiträge in der GKV nach dem jeweiligen Einkommen richten, richten sich die Beiträge in der PKV nach dem zu versichernden individuellen Risiko. 

Gesetzliche Krankenkassen sind nicht als Unternehmen zu betrachten und zahlen keine Steuern. Die wichtigste Rechtsgrundlage einer gesetzlichen Krankenkasse ist die Satzung, in der alle Beiträge, Boni, Tarife, Prämien und Leistungen festgelegt werden. Weiterhin unterliegen Gesetzliche Kassen einer Auskunftspflicht, müssen also regelmäßig ihren Finanzhaushalt offenlegen. Private Krankenkassen arbeiten dagegen gewinnorientiert, werden von Versicherungsunternehmen der Finanzwirtschaft betrieben und unterliegen somit allen Pflichten und Regeln von Kapitalgesellschaften. Um ihrer Pflicht nach Altersrückstellungen nachzukommen, legen private Krankenkassen einen Teil der von den Versicherten gezahlten Prämien an den Kapitalmärkten an.     

Kassenarten

Die gesetzlichen Krankenkassen sind in folgende Kassenarten untergliedert: Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK), Betriebskrankenkassen (BKK), Innungskrankenkassen (IKK), Landwirtschaftliche Krankenkassen (LKK), Knappschaft und die Ersatzkassen (EK).

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Die Abkürzung AOK steht für Allgemeine Ortskrankenkasse. In Deutschland gibt es 11 AOKs, welche 27 Millionen Versicherte betreuen (Stand 06/26). Dies entspricht einem Marktanteil von circa 37%. Damit sind die AOKs die zweitgrößte Kassenart.
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Die Abkürzung BKK steht für Betriebskrankenkassen. Die Betriebskrankenkassen unterscheiden sich in geöffnete und geschlossene Krankenkassen. Ca. 30 % der BKKen sind geschlossen und somit für die Allgemeinheit nicht zugänglich. Mit einem Marktanteil von 12,5% sind die BKKs die drittgrößte Kassenart.
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Die IKKen lassen sich auf Gesellenbruderschaften und Zünfte zurückführen. Sie haben mit über 5,2 Millionen Versicherten einen Marktanteil von 7 %. Sie sind die viertgrößte Kassenart. Momentan gibt es 6 IKKs, welche aber nicht alle bundesweit geöffnet sind.
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Zu den Ersatzkrankenkassen gehören die Techniker Krankenkasse, die BARMER, die HEK, die hkk, die KKH sowie die DAK. Diese sechs Krankenkassen haben zusammen circa 29 Millionen Versicherte und somit einen Marktanteil von etwa 37 % (Stand 06/26). Damit bilden die Ersatzkrankenkassen die größte Krankenkassenart.
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Bei der Knappschaft handelt es sich um eine bundesweit geöffnete gesetzliche Krankenkasse. Mittlerweile kann sie auf eine über 750 jährige Geschichte zurückblicken. Ihren Ursprung fand die Knappschaft bei den Bergleuten, welche sich aufgrund der besonderen Gefahren im Bergbau gegenseitig sozial absichern wollten. Damit ist die Knappschaft ist die älteste Sozialversicherung der Welt. Momentan zählt die Knappschaft 1,1 Millionen Versicherte (Stand 06/26).
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Die Abkürzung LKK steht für Landwirtschaftliche Krankenkasse. In ihr sind Landwirtschaftliche Unternehmer und ihre Familienangehörigen grundsätzlich pflichtversichert, ein Wahlrecht wie bei den anderen Kassenarten besteht nicht. Ende 2025 zählte der LKK ca 505.000 Versicherte.

Aufsichtsbehörde der Krankenkassen

Hinsichtlich der Aufsichtspflicht durch Behörden unterscheidet man bundesunmittelbare Kassen, die für mindestens drei Bundesländer zuständig sind und gesetzlichen Kassen unter Landesaufsicht. Für alle bundesunmittelbaren Kassen führt das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), während für die behördliche Aufsicht aller anderen gesetzlichen Krankenkassen das jeweilige Landesministerium für Soziales zuständig ist. Alle Aufsichtsbehörden sind auch für Beschwerden von Versicherten zuständig. 

Aufsichtsbehörde

Anschrift

Bundesamt Soziale Sicherung (BAS) 

Bundesamt für Soziale Sicherung
Referat II
Friedrich-Ebert-Allee 38
53113 Bonn
Tel: 0228 / 619-0
Fax: 0228 / 619-1870
Mail: poststelle@bas.bund.de
https://www.bundesamtsozialesicherung.de/                                               

Gesundheits- und Sozialministerien
der Länder

Liste der Ministerien

Anzahl der Krankenkassen und Entwicklung

Durch eine Vielzahl von Fusionen ist die Zahl der Krankenkassen in Deutschland stark gesunken. Gab es zu Beginn der siebziger Jahre noch weit über 1500 gesetzliche Krankenkassen, sank die Anzahl bis 1995 auf unter 1000 und lag zehn Jahre später nur noch bei 250. Derzeit gibt es noch 73 geöffnete gesetzliche Krankenkassen (Stand 2025) und 23 gesetzliche Krankenkassen, die als so genannte 'geschlossene Betriebskrankenkassen' ausschließlich für die Beschäftigten der jeweiligen Firmen vorgesehen sind.

Bild Quelle: GKV-Spitzenverband

Allgemeine Fragen (FAQ) zu Krankenversicherung und Krankenkassen

Im Zusammenhang mit der Krankenversicherung und der Mitgliedschaft in einer Krankenkasse gibt es häufig auftauchende Fragen, die wir an dieser Stelle beantworten. Sollte Ihre Frage nicht aufgeführt sein, können Sie diese auch im Forum stellen.  >> zum Krankenkassen-Forum.

Was ist eine gesetzliche Krankenversicherung?

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist ein Teil des deutschen Sozialversicherungssystems und stellt die Grundversorgung im Krankheitsfall sicher. Sie ist für viele Menschen in Deutschland verpflichtend und basiert auf dem Solidaritätsprinzip.

Für wen ist die gesetzliche Krankenversicherung zuständig?

Antwort: In der Gesetzlichen Krankenversicherung kann sich grundsätzlich jeder Erwachsene versichern, wobei zwischen versicherungspflichtigen und nicht versicherungspflichtigen Personengruppen unterschieden wird. Letztere haben die Möglichkeit, als freiwillig Versicherte Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse zu sein.

GKV-versicherungspflichtig sind unter anderem folgende Personengruppen:

  • Arbeitnehmer, Angestellte und Azubis mit Jahresverdienst unterhalb JAEG
  • Arbeitslose während des Bezuges von ALG I, ALG II oder ALG bei Weiterbildung
  • Landwirte
  • Freischaffende Künstler und Publizisten nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz
  • Studenten bis zum 14. Fachsemester unter 30 Jahren an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen
  • Rentner, die bestimmte Vorversicherungszeiten in der GKV erfüllen 

Welche Krankenkassen gibt es?

Antwort: Analog zu den beiden existierenden Versicherungsarten gibt es in Deutschland gesetzliche und private Krankenkassen. Während die gesetzlichen Kassen als Körperschaften des öffentlichen Rechts deklariert sind, handelt es sich bei den Trägern privater Krankenkassen um marktwirtschaftlich agierende Versicherungsunternehmen. 

Bei den gesetzlichen Krankenkassen unterscheidet man grundsätzlich in geöffnete oder geschlossene Krankenkassen. Geschlossene Krankenkassen sind nur für Angehörige und Mitarbeiter bestimmter Firmen zugelassen. Beispiele dafür sind die Daimler Betriebskrankenkasse, die E.ON Betriebskrankenkasse oder die BKK Merck. 

In den geöffneten Krankenkassen können sich Einwohner bzw. gemeldete Arbeitnehmer eines, mehrerer oder aller Bundesländer versichern. Im letzten Fall spricht man von bundesweit geöffneten Krankenkassen.

Historisch und sozialpolitisch haben sich die heutigen Krankenkassen aus verschiedenen Wurzeln heraus entwickelt, sie sich in den heute existierenden unterschiedlichen Kassenarten widerspiegeln.
Bei den Kassenarten unterscheidet man in AOK, BKK, Ersatzkassen, IKK,  LKK und die Knappschaft.


Welche Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Kassen?

Antwort: Die Unterschiede liegen für die Versicherten bei den monatlichen Beitragskosten, dem Service und den zusätzlich angebotenen freiwilligen Satzungsleistungen. Jeder dieser drei Bereiche kann unter Umständen bereits allein den Ausschlag für einen Kassenwechsel geben, etwa wenn ein empfindlich hoher Zusatzbeitrag eingeführt, eine Geschäftsstelle vor Ort fehlt oder der Kostenzuschuss für einen Yogakurs nicht bewilligt wird.


Wie und wo kann man als Versicherter bei der Krankenkasse sparen?

Antwort: Bei den Gesundheitskosten zu sparen, muss nicht gleich heißen, dass an der Gesundheit selbst gespart wird. Folgende Möglichkeiten haben Versicherte:

Sparen durch Vermeidung eines hohen Zusatzbeitrages 

Wechselt man von einer Krankenkasse mit hohem Zusatzbeitrag in eine Kasse, die ohne diesen auskommt bzw. diese Zusatzbelastung niedrig hält, können bei mittleren Einkommen mehrere hundert Euro pro Jahr eingespart werden. 

Sparen durch Wahltarife 

Entscheidet man sich als Versicherter für einen Wahltarif mit Beitragsrückerstattung, kann man bei Nichtinanspruchnahme ärztlicher Leistungen einen Teil der geleisteten Beiträge zurückerstattet bekommen. Maximal sind hier 600 Euro pro Jahr möglich.

Sparen durch Bonusprogramme

Bonusprogramme belohnen aktives gesundheitsbewusstes Verhalten der Versicherten zum Teil mit beachtlichen Prämienbeträgen.  Wer für sich und seine Familie Stempel im Bonusheft zusammenträgt, kann Barprämien oder Gesundheitsleistungen in Höhe von mehreren hundert Euro dafür erhalten.


Wieviele Krankenkassen gibt es?

Antwort: Durch Fusionen und eine Insolvenz hat sich die Anzahl der gesetzlichen Krankenkassen  in den vergangenen 40 Jahren sehr stark verringert. Waren es 1970 noch 1.815 gesetzliche Kassen, schrumpfte die Zahl kontinuierlich und lag zur Jahrtausendwende bei 420. Aktuell gibt es in Deutschland insgesamt noch 71 geöffnete gesetzliche Krankenkassen. Dazu kommen noch wenige geschlossene gesetzliche Krankenkassen. Auch die Anzahl privater Krankenkassen ist zurückgegangen und beläuft sich auf circa 40 Anbieter, etwas mehr als 30 bieten eine private Vollkrankenversicherung an..


Wie hoch ist der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung?

Antwort: Der Beitrag setzt sich aus dem Allgemeinen Beitrag (14,6%) und dem Zusatzbeitrag zusammen. Für Pflichtversicherte übernehmen Arbeitgeber bzw. die Rentenversicherung jeweils die Hälfte davon (gilt ab 2021). Selbstständige und freiwillig versicherte Rentner, aber auch Studenten, Hausfrauen und Hausmänner zahlen den vollen allgemeinen Beitrag und den vollen Zusatzbeitrag. 
 

Beispiele

Rechenbeispiel Pflichtversicherte

Brutto-Monatseinkommen: 3800 €  | Zusatzbeitrag: 2,9 % 
anteiliger KV-Beitrag für Pflichtversicherte: 3800 €  x 7,3 % /100 + 3800 x 1,45 %/100 = 332,50 Euro

Rechenbeispiel Selbstständige

Brutto - Monatsüberschuss: 5000 €  | Zusatzbeitrag: 3,3 %   
KV-Beitrag für Pflichtversicherte: 5000 €  x 14,6 % /100 + 4000,- € x 2,7 %/100 = 895,00 Euro

Leistungen
  • Gesetzliche Leistungen der Krankenkassen
  • Satzungsleistungen der Krankenkassen
  • Ausgeschlossene Leistungen
  • Familienversicherung
  • Bonusprogramme
  • Wahltarife
  • Vorsorgeuntersuchungen
Personengruppen
  • Arbeitnehmer
  • Selbstständige
  • Studenten
  • Azubis
  • Rentner
  • Künstler & Publizisten
  • Weitere Personengruppen
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