Umfragen

TK-Studie: Zwei Drittel der Deutschen fühlen sich gestresst

Stress durch politische Entwicklungen in der Gesellschaft wächst
veröffentlicht am von Redaktion krankenkasseninfo.de

Stressempfinden in Deutschland Stressempfinden in Deutschland(c) Pixabay / CC0
Stress gehört für die Mehrheit der Menschen in Deutschland zum Alltag. Nach dem neuen Stressreport 2025 der Techniker Krankenkasse (TK) fühlen sich 66 Prozent der Erwachsenen häufig oder zumindest manchmal gestresst. Besonders betroffen sind jüngere Menschen und Frauen.

2026-06-01T13:41:00+02:00

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Jüngere Menschen häufiger betroffen

Laut der repräsentativen Forsa-Befragung geben 31 Prozent an, häufig unter Stress zu stehen, weitere 35 Prozent fühlen sich zumindest manchmal belastet. Im Vergleich zu früheren Erhebungen ist das Stressempfinden weiter gestiegen: 2013 lag der Anteil der häufig oder manchmal Gestressten noch bei 57 Prozent.

Besonders stark betroffen sind Menschen zwischen 18 und 39 Jahren. In dieser Altersgruppe berichten 83 Prozent von regelmäßigem Stress. Bei den über 60-Jährigen sind es dagegen lediglich 38 Prozent. Auch Frauen fühlen sich häufiger belastet als Männer (71 gegenüber 60 Prozent).

Politik auf Platz 3 der Stressfaktoren

Als wichtigste Stressursache nennen die Befragten die hohen Ansprüche an sich selbst. 61 Prozent der gestressten Menschen sehen darin den Hauptauslöser. Auf Platz zwei folgen Schule, Studium oder Beruf mit 58 Prozent. Erstmals wurden auch politische und gesellschaftliche Probleme abgefragt. Sie rangieren mit 53 Prozent auf Anhieb auf Platz drei der Stressfaktoren. Besonders Kriege und internationale Konflikte belasten die Menschen. Mehr als 60 Prozent der gestressten Befragten geben an, sich dadurch stark oder sehr stark belastet zu fühlen.

Die Studie zeigt zudem deutliche Zusammenhänge zwischen Stress und gesundheitlichen Beschwerden. Gestresste Menschen leiden häufiger unter Muskelverspannungen oder Rückenschmerzen (62 Prozent), Erschöpfung (61 Prozent), Nervosität (53 Prozent) sowie Schlafstörungen (47 Prozent). Auch Kopfschmerzen, Gereiztheit und Stimmungstiefs treten bei ihnen deutlich häufiger auf.

Abschalten bei Bewegung und Sozialkontakten 

Im Berufsleben gelten zu hohe Arbeitsbelastung, Termindruck und ständige Unterbrechungen als wichtigste Stressfaktoren. 42 Prozent der Beschäftigten fühlen sich durch ihre Arbeit häufig „abgearbeitet und verbraucht“, ein Drittel kann nach Feierabend oder am Wochenende nicht richtig abschalten.

Beim Stressabbau setzen die meisten Menschen auf Bewegung und soziale Kontakte. 83 Prozent gehen zur Entspannung spazieren oder in die Natur. Jeweils 78 Prozent nennen Hobbys sowie Treffen mit Freunden und Familie als wirksame Strategien gegen Stress. 

Für den Stressreport 2025 befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Mai 2025 im Auftrag der Techniker Krankenkasse 1.407 Erwachsene in Deutschland.

 

 

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