Prävention

Spardruck: Hautscreening ab 35 bald nicht mehr kostenlos?

Kommission will mit Streichung des Hautchecks eine Viertelmilliarde Euro sparen
veröffentlicht am von Redaktion krankenkasseninfo.de

Wird die kostenfreie Hautkrebsvorsorge ab 35 Jahren gestrichen?Wird die kostenfreie Hautkrebsvorsorge ab 35 Jahren gestrichen?generiert mit GPT 5-2
Die so genannte Finanzkommission Gesundheit hat der Budnesregierung in ihrem Bericht empfohlen, das bisherige Hautkrebsscreening für alle gesetzlich Versicherten ab 35 Jahren zu streichen. Zur Begründung führten die Experten statistische Erkenntnisse an, wonach das Screening die Sterblichkeit bei Hautkrebs nicht senken würde.

2026-04-02T17:15:00+02:00

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Deutschland ist derzeit das einzige Land weltweit, das ein präventives Hautkrebsscreening für alle ab 35 Jahren anbietet. Seit 2008 können Versicherte alle zwei Jahre eine Ganzkörperuntersuchung der Haut wahrnehmen. Zwar werden dadurch mehr Melanome frühzeitig entdeckt, ein Rückgang der Todesfälle durch Hautkrebs ist jedoch wissenschaftlich nicht eindeutig nachgewiesen. Nach Angaben der von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) beauftragten Expertenkommission beschäftigen die aktuellen Screenings rechnerisch 600 bis 900 Haut- und Hausärzte in Vollzeit, ohne einen relevanten Effekt auf die Sterblichkeit zu zeigen. Durch eine Abschaffung könnten rund 240 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden. 

Hautscreening für Risikogruppen sinnvoll

Fachleute betonen jedoch, dass ein Screening für bestimmte Risikogruppen weiterhin sinnvoll sein kann. Dazu zählen unter anderem:

  • Menschen mit sehr heller Haut
  • häufige Sonnenbrände in der Kindheit
  • familiäre Vorbelastung mit Melanomen
  • viele Muttermale (über 50)
  • auffällige oder atypische Hautveränderungen
  • Patienten unter Immunsuppression

G-BA soll Alternativen bewerten

Die Kommission schlägt daher konkret vor, statt eines allgemeinen Screenings künftig ein risikobasiertes Hautkrebsscreening einzuführen. Der Gemeinsame Bundesausschuss soll innerhalb von zwei Jahren prüfen, welche Personengruppen davon profitieren und ob neue Technologien wie KI-gestützte 3D-Hautanalysen sinnvoll eingesetzt werden können. 

Warken will schnelles Gesetz

Die Vorschläge zum Hautscreening sind Teil eines 400-Seiten-Berichtes mit 66 Sparvorschlägen, welche die Expertenkommssion Finanzen Ende März an die Bundesregeirung übergab. Mit dem Paket sollen perspektivisch über 40 Milliarden Euro jährlich eingespart werdne können. Gesundheitsministerin warken betonte, dass sie die umsetzbaren und geprüften Vorschläge zeitnah in einem Gesetz bündeln will.  

Quelle: Pharmazeutische Zeitung

 

 

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