Reiches Idee für Kürzung: Keine Lohnfortzahlung am ersten Krankheitstag
Arbeitnehmer sollen die Kosten für den ersten Krankheitstag selbst tragenFinden Sie die richtige Krankenkasse
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Mit dieser Maßnahme, welche die Ministerin zusammen mit Wirtschaftsexperten im November 2025 vorschlug, sollen die Arbeitgeber entlastet werden, die laut SGB für die anschlussfreie Entgeltfortzahlung am ersten Krankheitstag zuständig sind. Ein weiterer willkommener Effekt aus deren Sicht dürfte aber auch eine sinkende Bereitschaft zu Krankmeldungen bei Bagatellerkrankungen sein. Hintergrund des Kürzungsvorschlags sind die drastisch gestiegenen Kosten der Unternehmen für die Lohnfortzahlung. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) seien diese in den vergangenen drei Jahren um zehn Milliarden Euro angewachsen.
Karenztag nicht die einzige Option
Die Bundesregierung prüft auf ihrer Klausurtagung am Tegernsee diese und weitere mögliche Maßnhamen, um den Krankenstand in Deutschland senken zu können. Der Karenztag ist dabei nur eine von drei Optionen für Maßnahmen. Unter anderem sei auch eine generelle Verkürzung des bislang geltenden sechswöchigen Zeitraums für Lohnfortzahlung im Gespräch. Ein weiterer Vorschlag betrifft eine jährliche Begrenzung für die Inanspruchnahme von Lohnfortzahlung. Arbeitgeber sollten demnach nur ein mal jährlich in die Lohnfortzahlungspflicht genommen werden. Bei einer weiteren Erkraknung müssten dann die Krankenkassen mit Lohnersatzleistungen einspringen.
Deutschland liegt bei den Krankmeldungen im europäischen Vergleich mit an der Spitze. Laut einer Erhebung der OECD gab es hierzulande im Coronajahr 2022 die meisten Fehltage durch Krankheit gegeben.
