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DMP

Neues DMP-Programm für Menschen mit Depression

Beschluss des G-BA und Prüfung durch BMG
veröffentlicht am 30.09.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Wochenbettdepression ist eine ernsthafte ErkrankungWochenbettdepression ist eine ernsthafte Erkrankung(c) sokaeiko / pixelio.de
Menschen, die an längeren und wiederkehrenden Depressionen leiden, können in Zukunft in einem strukturierten Behandlungsprogramm (Disease-Management-Programm, DMP) behandelt werden. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat dazu Mitte August einen entsprechenden Beschluss gefasst.

2019-09-30T12:09:00+00:00
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Das neue DMP-Programm ist geeignet für Patientinnen und Patienten mit der Diagnose chronische Depression. Auch Menschen, die öfter an mittelschwer bis schweren depressiven Episoden erkranken, können an dem Behandlungsprogramm teilnehmen.

Hausarzt koordiniert Behandlungen

Vor einer möglichen Teilnahme prüft ein Hausarzt oder ein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie die Voraussetzungen. Nach der Einschreibung in das Programm übernimmt dann der Hausarzt für den weiteren Behandlungsverlauf die Koordination.

Bleiben nach sechs Wochen Besserungserfolge aus, kann unter Umständen eine Überweisung an einen qualifizierten Facharzt oder Psychologische Psychotherapeuten notwendig sein.

Noch keine Verträge mit Krankenkassen

Das neue DMP wird derzeit noch durch das Gesundheitsministerium geprüft und tritt erst nach erfolgreicher Prüfung und Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Anschließend können die Leistungserbringer Verträge mit den Krankenkassen abschließen.  

Sind diese Schritte absolviert, wird es für die Versicherten möglich sein, sich in das Programm einzuschreiben.

 

Krankenkassentest: Welche Krankenkassen bieten finanzielle Prämien bei DMP-Teilnahme?

 

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