Neu im Chronikerprogramm "DMP Osteoporose": Betroffene Männer können schon ab 50 teilnehmen
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Zudem wurde das Einschreibekriterium überarbeitet: Bereits bei einem Frakturrisiko von 5 % innerhalb von drei Jahren ist eine Teilnahme möglich, bei zusätzlichen Risikofaktoren sogar schon ab 3 %. Ziel bleibt, Knochenbrüche frühzeitig zu verhindern, Krankheitsverläufe zu stabilisieren und Schmerzen zu reduzieren. Auch die knochenaufbaufördernden medikamentösen Therapien wurde aktualisiert, unter anderem durch die Aufnahme neuer Wirkstoffe wie Abaloparatid und Romosozumab sowie durch konkretisierte Empfehlungen zur Therapiedauer. Darüber hinaus wurde der Kreis der koordinierenden Ärztinnen und Ärzte erweitert, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen.
Im Normalfall wird das DMP Osteoporose durch die Hausärzte koordiniert, liegt keine Multimorbidität vor, dann durch Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie bzw. Orthopädie. In Ausnahmefällen können nun auch Ärztinnen und Ärzte der Fachrichtungen
- Frauenheilkunde und Geburtshilfe
- Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie oder
- Innere Medizin und Rheumatologie
Sturzvermeidung oberstes Ziel des DMP
„Künftig werden deutlich mehr Menschen mit Osteoporose von der Versorgung in einem Disease-Management-Programm profitieren können." kommentierte das unparteiiische Mitglied im G-BA Karin Maag die Entscheidung. Außerdem könnten sich Osteoporose-Patienten nun berits ab einem deutlich geringeren Risiko für Knochenbrüche in das DMP einschreiben lassen. "Ziel ist es ja, diese schwerwiegenden Verletzungen möglichst zu vermeiden.", so Maag. Damit auch genügend
Ärzte zur Verfügung stehen, hat der G-BA weitere Fachrichtungen zugelassen, welche die Koordination der Betreuung übernehmen können. "Ich hoffe sehr, dass das DMP Osteoporose durch die aktuellen Anpassungen noch einen zusätzlichen Schub erhalten wird.“, ergänzte Karin Maag ihre Ausführungen.
DMP Osteoporosegeneriert mit GPT 5-2
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse
Hintergrund der Anpassungen ist die regelmäßige Überprüfung der Programme auf Basis aktueller wissenschaftlicher Leitlinien. Insgesamt wurden 17 evidenzbasierte Leitlinien ausgewertet. Disease-Management-Programme sind zentrale Instrumente der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen in Deutschland. Sie zielen darauf ab, Behandlungsabläufe sektorenübergreifend zu koordinieren, die Versorgungsqualität zu verbessern und Patientinnen und Patienten aktiv in die Therapie einzubeziehen. Neben medizinischer Behandlung spielen auch Prävention, Schulung und die Reduktion individueller Risikofaktoren eine wichtige Rolle. So wurde in den Programmen die Selbsthilfe, das Körperliche Training und die Sturzprophylaxe weiter hervorgehoben
Seit Einführung des DMP Osteoporose im Oktober 2023 nehmen rund 47.000 gesetzlich Versicherte daran teil. Die Programme werden vom G-BA definiert, während die konkrete Umsetzung über regionale Verträge zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern erfolgt. Die nun beschlossenen Änderungen treten nach rechtlicher Prüfung in Kraft und müssen innerhalb eines Jahres in die bestehenden Versorgungsverträge integriert werden.
