In welches Krankenhaus? Neuer Klinik-Atlas ging ans Netz
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Unter der Adresse www.bundes-klinik-atlas.de können die Nutzer nach Orten und Postleitzahlen oder auch nach Krankheitsbildern und Behandlungen in die Suche einsteigen. Ähnlich wie bei Internet-Suchmaschinen zeigt das System bereits während der Eingabe Suchvorschläge an.
Relevante Informationen für Patienten
Pflege im Krankenhaus(c) JMG / Pixelio.de
Kritik an "vermeintlichen Sternekategorien"
Dr. Gerald Gaß (Deutsche Krankenhaus-Gesellschaft DKG)(c) Georg Lopata/DKG
Mit der jetzt schon sichtbaren Einstufung der Kliniken greife das neue Portal der geplanten Klinikreform vor, bei welcher das Verhältnis von Leistungsgruppen und Versorgungsstufen definiert und ausgehandelt werden soll. Durch die bereits jetzt realisierte Einteilung könnten kleinere Kliniken im Wettbewerb benachteiligt werden, obwohl diese ebenfalls über hochspezialisierte Fachabteilungen verfügen, nur eben nicht so breit aufgestellt sind wie beispielsweise Universitätskliniken. Der Ärzteverband „Marburger Bund“ kritisierte den „Bürokratieschub“, den das neue Vergleichsportal mit sich bringe. Denn die Kliniken werden per Gesetz verpflichtet, ihre Daten jedes Quartal zu erneuern und einzupflegen, was einen erheblichen Mehraufwand mit sich bringe.
Zweifel an Aktualität der Daten
Trotzdem sei es laut Experten zweifelhaft, dass die Nutzer wirklich aktuelle Zahlen erhalten könnten. Vielmehr sei es laut einer Studie der TU Berlin als realistisch anzusehen, dass die verfügbaren Daten im Vergleichsportal permanent circa zwei Jahre veraltet sein werden. Patientenschützer monierten wiederum , dass das Internetangebot bestimmte relevante Angaben nicht enthalte, wie zum Beispiel durchschnittliche Wartezeiten. Das Bundesgesundheitsministerium indes wies alle Kritiken zurück und versprach einen "fairen Vergleich" durch das neue Angebot.
