BKK firmus durch Fusion ab 2027 wieder in Rheinland-Pfalz aktiv
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Die gemeinsame Kasse wird künftig unter dem Namen BKK firmus auftreten. Die Verwaltungsräte beider Krankenkassen haben dem Zusammenschluss bereits zugestimmt. Das Bundesamt Soziale Sicherung (BAS) muss die Fusion noch prüfen und genehmigen.
Günstige Krankenversicherung für Rheinland-Pfalz
Ab dem kommenden Jahr können die rund 4,1 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in Rheinland-Pflalz die BKK firmus wieder wählen, nachdem die Kasse dort seit April 2026 aufgrund organisatorischer Veränderungen nicht mehr für Neuversicherte geöffnet war. Aller Voraussicht nach gehört die BKK firmus auch 2027 erneut zu den günstigsten gesetzlichen Krankenkassen mit einem vergleichsweise niedrigen Zusatzbeitrag.
Ausschlaggebend für die Fusion sind nach Angaben beider Kassen noch weitere Gemeinsamkeiten. Neben dem unterdurchschnittlichen Zusatzbeitrag richten sich beide BKK stark auf digitale und automatisierte Prozesse aus sowie auf ein breites Angebot in den Bereichen Vorsorge und Prävention. Beide Vorstände betonten zudem eine gemeinsame Vision und den klaren Fokus auf die Versicherten. Gleichzeitig soll der Standort Kaiserslautern erhalten und weiter ausgebaut werden.
Größte Betriebskrankenkasse Deutschlands
Ursprünglich als reine Betriebskrankenkassen gegründet, hatten sich beide Kassen im Laufe der Jahre zu modernen gesetzlichen Krankenkassen entwickelt. Während die BKK PFAFF in Rheinland-Pfalz heute mehr als 40.000 Versicherte betreut, zählt die BKK firmus inzwischen über 1,1 Millionen Versicherte und ist damit die größte Betriebskrankenkasse Deutschlands. Allein 2025 gewann sie nahezu 500.000 neue Mitglieder.
Weitere Fusion bekannt gegeben
Für die BKK firmus ist es bereits der zweite Zusammenschluss zum Jahresbeginn 2027. Erst vor wenigen Tagen hatte die Krankenkasse eine geplante Fusion mit der BKK Rieker • RICOSTA • Weisser bekannt gegeben. Diese gehört zu den unternehmensbezogenen (geschlossenen) Krankenkassen, welche normalerweise nur für Firmenmitarbeiter und deren Angehörige wählbar ist. Nach Einschätzung der Verantwortlichen stärken die beiden Fusionen die Wettbewerbsfähigkeit der BKK firmus und schaffen eine stabile Grundlage für weiteres Wachstum in einem zunehmend konsolidierten Krankenkassenmarkt. Die Verantwortlichen sehen den Zusammenschluss als wichtigen Schritt für die zukünftige Entwicklung beider Kassen und als Signal für den Strukturwandel in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Anzahl der Krankenkassen sinkt weiter
Durch den neuerlichen Zusammenschluss verringert sich die Zahl verbleibender gesetzlicher Krankenkassen. Zu Jahresbeginn 2026 lag die Anzahl noch bei insgesamt 93 Kassen. In den Diskussionen um die Stabilisierung der Finanzen in der GKV gibt es politische Forderungen nach weiterer deutlicher Reduktion.
Entwicklung der Anzahl gesetzlicher Krankenkassen
