Barmer: Zecken in Mecklenburg-Vorpommern bereits aktiv
RKI registrierte dutzende Borreliose-FälleFinden Sie die richtige Krankenkasse
Vergleichen Sie Beiträge und Leistungen und sparen Sie.
Der Barmer-Landeschef in Mecklenburg-Vorpommern Henning Kutzbach empfahl daher, sich nach Aufenthalten in der Natur gründlich auf Zecken zu untersuchen – auch Kinder sollten kontrolliert werden. "Je früher eine Zecke entdeckt und entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Infektion", so Kutzbach. Zecken sollten sofort entfernt werden, am besten mit einer Pinzette oder Zeckenkarte. Die Einstichstelle sollte in den folgenden Tagen beobachtet werden. Rötungen oder Schwellungen können Hinweise auf Borreliose sein und erfordern ärztliche Abklärung. Typische Symptome sind ringförmige Hautrötungen und grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen.
Kein Impfschutz gegen Borreliose
Neben Borreliose können Zecken auch bestimmte Viren übertragen, etwa solche, die die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es bisher noch keine FSME-Risikogebiete. Während gegen FSME eine Impfung exisatiert, kann man sich vor Ansteckung mit Borreliose nur durch ein geeignetes Vermneidungsverhalten schützen. Dazu gehört etwa Schutzkleidung oder der Verzicht auf Wanderungen in Risikogebieten.
Neue Risikogebiete in Ostdeutschland
Die Zahl ausgewiesener Risikogebiete für Zeckenbiss-Infektionen nimmt in Deutschland seit Jahren zu. Nachdem der Süden Deutschlands nahezu komplett zu den Risikoregionen zählt, kommen nun immer mehr ostdeutsche Landkreise wie der Saalekreis in diesem Jahr hinzu. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ruft dazu auf, die verschiedenen Zeckenarten zu dokumentieren. Interessierte können fotografische Nahaufnahmen von Zecken machen und diese online melden, um die Verbreitung besser zu erfassen.
Karte der FSME-RisikogebieteRobert-Koch-Institut (RKI)
