Mediterrane Kost: Urlaubsgefühl auf dem Teller und Prävention für die Gesundheit
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Was verstehen wir unter der mediterranen Ernährung?
Die sogenannte Mittelmeerdiät ist ein Ernährungsmuster, das auf der traditionellen Ernährungsweise der Bevölkerung in den Mittelmeerländern der 1960er Jahre basiert. Sie zeichnet sich durch einen großzügigen Verzehr von frischem Gemüse und Obst, Vollkornprodukten, Nüssen und kaltgepresstem Olivenöl sowie Fisch oder Meeresfrüchten aus. Fleisch wird hingegen nur sparsam konsumiert und Süßigkeiten bleiben die Ausnahme. Dies steht im starken Kontrast zum sogenannten „westlichen Ernährungsmuster“, das hierzulande oftmals dominiert. Dieses ist geprägt durch viel rotes Fleisch, gesättigte Fette, Industriezucker und stark verarbeitete Fertiggerichte, welche gemeinhin als Fast Food bekannt sind.
5 gesundheitliche Effekte der Mittelmeerkost
Wissenschaftliche Studien untermauern regelmäßig die positiven Effekte der mediterranen Ernährungsweise auf den gesamten Körper. Zum einen enthält die Mittelmeerkost eine Kombination von Lebensmitteln, die reich an Antioxidantien und entzündungshemmenden Nährstoffen sind. Diese können oxidative Prozesse bekämpfen und so das Risiko von Zellmutationen und DNA-Schäden verringern und damit das Krebsrisiko senken. Zum anderen wirken Omega-3-Fettsäuren aus Fisch und Nüssen entzündungshemmend und regulieren den Cholesterinspiegel. Zusammen mit den reichlich vorhandenen Ballaststoffen senkt dies das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und koronare Herzkrankheiten. Aber auch die mentale Gesundheit profitiert durch die mediterrane Lebensweise.
Oliven und Olivenöl sind eine Säule der Mittelmeerdiät
Je hochwertiger die Ernährung, desto besser ist oft auch die psychische Konstitution. Studien zeigten nach drei Monaten mediterraner Kost einen signifikanten Rückgang depressiver Symptome, was unter anderem auf ein verbessertes Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6, auf B-Vitamine und eine gesunde Darmflora zurückzuführen ist. Ein ungesunder Lebensstil fördert altersbedingte Krankheiten. Die mediterrane Ernährungsweise hingegen unterstützt als evidenzbasiertes Modell das gesunde Altern (Well-Aging) durch ihre hohe Dichte an Nährstoffen und Antioxidantien. Auch im Kampf gegen Übergewicht punktet die Mittelmeerdiät. Ballaststoffe sorgen für eine anhaltende Sättigung, während gesunde Fette (wie Olivenöl) dabei helfen, appetitregulierende Hormone wie Ghrelin und Leptin langfristig zu kontrollieren.
- reich an Antioxydantien
- reich an Omega-3-Fettsäuren
- reich an Ballaststoffen
Schritt für Schritt: So gelingt die Umsetzung im Alltag
Von heute auf morgen radikal alles ändern zu wollen, führt meist nur zum Jojo-Effekt und Demotivation. Stattdessen könnten Sie lieber schrittweise gesunde Bausteine der Mittelmeerdiät wie Fisch, Nüsse oder bestimmte Gemüse in den Alltag integrieren. Die mediterrane Ernährung ist keine kurzfristige Crash-Diät, sondern ein langfristiges, dauerhaftes Ernährungsmuster. Auch kleine Sünden sind weiterhin erlaubt. Wer auf Schokolade nicht verzichten möchte, kann beispielsweise schrittweise auf Zartbitterschokolade mit einem Kakaoanteil von über 85 Prozent umsteigen.
Paste - nicht wegzudenken aus der mediterranen Küche
Mediterran lernen mit der Krankenkasse
Wer seine Ernährung nachhaltig auf ein mediterranes Muster umstellen möchte, steht dabei nicht alleine da. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten wertvolle Unterstützungsangebote. So werden zum Beispiel zertifizierte Ernährungskurse, die eine gesunde und ausgewogene Kost vermitteln, von den gesetzlichen Krankenkassen stark bezuschusst. In der Regel übernehmen die Kassen zwischen 80 und 100 Prozent der Kosten für bis zu zwei Präventionskurse pro Kalenderjahr.
>> kostenlose Ernährungskurse für Versicherte der Mobil Krankenkasse
>> Ernährungskurse für Versicherte der DAK Gesundheit
Für Menschen mit starkem Übergewicht oder auch Patienten mit Stoffwechselstörungen können Ärzte auch eine Ernährungsberatung verschreiben - entweder als Vor-Ort-Angebot oder auch als digitale Gesundheitsanwendung („App auf Rezept“). Bei ärztlicher Verordnung einer Ernährungsapp oder Ernährungsberatung werden diese von der Kasse bezahlt.
Zudem belohnen viele Krankenkassen ein gesundheitsbewusstes Verhalten mit dem Bonusprogramm. Wer an einem Gesundheitskurs im Bbereich Ernährung teilnimmt oder sein Gewicht im ormalbereich hält, kann durch das Bonusprogramm der jeweiligen Kasse entweder Geldprämien oder Zuschüsse für weitere Gesundheitsleistungen erhalten. Mit der richtigen Herangehensweise und der aktiven Unterstützung durch die Krankenkassen lässt sich das vielfältige Ernährungsmuster nachhaltig und gewinnbringend in den eigenen Alltag integrieren.
