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Barrieremethode Verhütungsschwamm

veröffentlicht am 04.09.2022 von Redaktion krankenkasseninfo.de

VerhütungsschwammVerhütungsschwamm
Der Verhütungsschwamm ist ein Schwämmchen aus Latexschaum, welches mit chemischen Verhütungsmitteln angereichert wird und zur Verhütung in den hinteren Teil der Scheide vor den Muttermund eingelegt wird. Er zählt zu den Barrieremethoden der Verhütung.

2022-09-04T16:37:00+00:00
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Anwendung des Verhütungsschwamms

Vor der Benutzung des Verhütungsschwämmchens sollten die Hände gewaschen und der Schwamm mit Leitungswasser befeuchtet werden, damit die Abgabe des chemischen Verhütungsmittels aktiviert werden kann. Anschließend wird er mit der Mulde nach oben einmal zusammengefaltet und so weit in die Vagina eingeführt, dass er den Muttermund bedeckt. An den Rändern kann dann geprüft werden, ob das Schwämmchen richtig sitzt und man geschützt ist. Nach dem Geschlechtsverkehr muss der Schwamm für mindestens sechs Stunden in der Scheide bleiben, höchstens aber 48, um das toxische Schocksyndrom zu vermeiden.

Sicherheit der Methode

Der Verhütungsschwamm hat einen Pearl-Index von 5-10. Insgesamt betrachtet ist er weniger sicher als andere Methoden.

Vorteile, Nachteile und Kosten

Vorteile

  • Er greift nicht in den Hormonhaushalt ein
  • Während des Geschlechtsverkehrs ist er kaum zu spüren oder wird als nicht unangenehm beschrieben
  • Er kann bedarfsorientiert angewendet werden
  • Auch stillende Frauen können den Schwamm nutzen

Nachteile

  • Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten
  • Der Schwamm darf frühestens nach sechs Stunden aus der Scheide gezogen werden
  • Für Frauen, die erst kürzlich entbunden haben, ist er unter Umständen nicht geeignet
  • Das Einführen und Entfernen erfordert Übung

Kosten

Die Kosten für Verhütungsschwämme variieren zwischen zehn bis dreißig Euro für drei bis vier Stück.

 

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