Kur zur Rehabilitation, Genesung und Vorbeugung

Kuren sind wichtige Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit. Kuren werden von den Krankenkassen und auch anderen Sozialversicherungsträgern (wie beispielsweise Rentenversicherungsträger, Berufsgenossenschaften) erbracht. Dabei gewährt die Krankenkasse die Kosten nur, wenn andere Sozialversicherungsträger diese Leistung nicht erbringen (Prinzip der Nachrangigkeit).

Kurformen

Es existieren die Kuren zur Rehabilitation und zur Vorsorge.

Die Rehabilitationskur hat das Ziel, die Gesundheit wiederherzustellen, zu verbessern beziehungsweise die Verschlimmerung einer Krankheit zu verhindern. Die Maßnahmen reichen dabei von Massagen, Heilbädern und Krankengymnastik über Ergotherapie bis zu psychotherapeutischen Sitzungen.

Die Vorsorgekur soll dagegen helfen, Krankheiten zu vermeiden und Schwächungen, die in absehbarer Zeit zu einer Erkrankung führen würden, zu beheben.

Ambulante oder stationäre Kur

Bei ambulanten Vorsorgekuren wählt man die verordneten Behandlungen direkt an einem Kurort aus. Die Krankenkasse übernimmt nach Prüfung einen Kurzuschuss und die Kosten der medizinisch notwendigen Behandlungen im Rahmen des gesetzlichen Anteils. Bei einer stationären Vorsorgekur wird man in einer Kurklinik untergebracht, weil intensivere Behandlungen unter ständiger ärztlicher Aufsicht notwendig sind. Zur stationären Vorsorgekur zahlt man einen Eigenanteil von zehn Euro je Tag.

Je nach der medizinischen Notwendigkeit kann eine Rehabilitationskur ambulant am Wohnort oder stationär in einer Klinik durchgeführt werden. Bei beiden Kurformen zahlt man den gesetzlichen Eigenanteil in Höhe von zehn Euro pro Tag. Bevor eine Reha-Kur von einem Vertragsarzt der Krankenkassen verordnet wird, müssen alle Behandlungsmöglichkeiten am Wohnort ausgeschöpft sein oder nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Bei Reha- Kuren kann auch an Stelle der Krankenkasse beispielsweise die Deutsche Rentenversicherung zuständig sein.

Bei einer teilstationären Rehabilitationskur werden die entsprechenden wohnortnahen Einrichtungen nur zu den Behandlungszeiten aufgesucht.