Europäische Krankenversicherungskarte

Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) wurde am 01.06.2004 eingeführt. Sie soll es europäischen Bürgern erleichtern, im Ausland medizinische Leistungen in Anspruch zu nehmen. Die EHIC befindet sich auf der Rückseite der elektronischen Gesundheitskarte, die jeder gesetzlich Krankenversicherte in Deutschland erhält.

Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt in allen Mitgliedstaaten der EU sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen, Kroatien, Mazedonien, Serbien und der Schweiz. Durch Vorlage der EHIC hat man bei einem Aufenthalt in diesen Ländern Anspruch auf medizinisch notwendige Leistungen. Die entstehenden Kosten der Behandlung zahlt die gesetzliche Krankenversicherung des Patienten.

Allerdings ist zu bedenken, dass nur Leistungen erstattet werden, die auch tatsächlich im gesetzlichen Leistungsumfang des jeweiligen Landes enthalten sind. In Mazedonien, Montenegro und Serbien gilt die EHIC nur für Krankheiten, die nicht schon vor Antritt der Auslandsreise bestanden. Darüber hinaus ist zu beachten, dass in vielen europäischen Staaten der Patient bei einer ärztlichen Behandlung in Vorleistung gehen muss. Die Kosten der Behandlung werden später von der Krankenkasse zurückerstattet, wobei jedoch oftmals Zuzahlungen und Eigenanteile abgezogen werden. Die Europäische Krankenversicherungskarte deckt keine privaten Leistungen ab, auch ein eventuell notwendiger Krankenrücktransport nach Deutschland ist nicht im Versicherungsumfang inbegriffen.

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