Klinikverbund MZG-Westfalen aus Bad Lippspringe gewinnt den Deutschen BGM-Förderpreis 2026
- DAK-Gesundheit zeichnet zum elften Mal herausragende Projektideen für gesundes Arbeiten aus
- Platz 2 belegt das Studentenwerk Schleswig-Holstein, Platz 3 geht an die Kindeswohl-Berlin gGmbH
- Feierliche Preisverleihung im Rahmen des Kongresses „Betriebliches GesundheitsManagement“ in Köln
Hamburg/Köln, 30. September 2026. Der Klinikverbund MZG-Westfalen hat den 11. Deutschen Förderpreis für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) der DAK-Gesundheit gewonnen. Das Medizinische Zentrum für Gesundheit aus Bad Lippspringe sicherte sich den ersten Platz mit einem neuen Schutzsystem für Klinikbeschäftigte. Es öffnet bei Gewalt- und Übergriffs-Erfahrungen den direkten Zugang zu Hilfe und Unterstützung über die Mitarbeitenden-App. Den zweiten Platz erhielt das Studentenwerk Schleswig-Holstein, den dritten die Kindeswohl-Berlin gGmbH. Die DAK-Gesundheit ehrte die Gewinnerteams am 29. September in Köln im Rahmen des Kongresses „Betriebliches GesundheitsManagement“. Das diesjährige Motto des BGM-Förderpreises lautete: „Neue Wege zur gesunden Arbeit – digital, gesund, menschlich, zukunftsfähig“
Auszeichnung für digitalen Gewaltschutz im Klinikalltag
Das Medizinische Zentrum für Gesundheit erhielt den ersten Platz für seine Projektidee „Sicher arbeiten im MZG“. Geplant ist ein digitales Schutzsystem, das den Mitarbeitenden und Führungskräften der sechs Kliniken in kritischen Situationen hilft. Ob verbale Gewalt, sexualisierte Bemerkungen oder körperliche Übergriffe: In der Mitarbeitenden-App sorgt ein digitaler Lotse für klare Meldeprozesse und einen Schnellzugriff zur direkten Hilfe. Die App verbindet eine digitale Erstintervention mit persönlicher Unterstützung. Mit diesem innovativen BGM-Projekt will das MZG eine neue Kultur fördern, durch die Gewalt im Klinikalltag keinen Platz hat.
Unterstützung für Frauen in den Wechseljahren
Den zweiten Platz gewann das Projektteam des Studentenwerks Schleswig-Holstein mit dem Konzept „Meno-360°. Stark durch die Wechseljahre“. Dabei handelt es sich um ein digital unterstütztes, ganzheitliches BGM-Programm für Frauen am Arbeitsplatz. Es beinhaltet unter anderem einen digitalen Selbstcheck und Beratungsgruppen per Videokonferenz zu Bewegung, Entspannung, Ernährung und Suchtprävention. Alle Maßnahmen sind freiwillig, anonym und datenschutzkonform. Das Konzept baut auf den Ergebnissen einer systematischen Bedarfsanalyse auf.
KI-gestützter „Beziehungskompass“ der Kindeswohl-Berlin gGmbH
Den dritten Platz erhielt die Kindeswohl-Berlin gGmbH für ihren KI-gestützten „Beziehungskompass“ – ein digitales Gesundheits-Assistenzsystem für gesunde Arbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Im geplanten Projekt soll künstliche Intelligenz die Analyse von Belastungstrends unterstützen, damit die BGM-Verantwortlichen geeignete Maßnahmen dazu ableiten können. Das Unternehmen will weg von punktuellen Angeboten und hin zu einem kontinuierlich lernenden, datenbasierten System der Gesundheitsförderung.
BGM-Maßnahmen im Gesamtwert von 60.000 Euro
Die DAK-Gesundheit unterstützt den Klinikverbund MZG-Westfalen aus Bad Lippspringe mit BGM-Maßnahmen im Wert von 30.000 Euro. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten Maßnahmen für 20.000 Euro beziehungsweise 10.000 Euro. Eine unabhängige Experten-Jury aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft unter dem Vorsitz von Dr. Ute Wiedemann hatte über die Auswahl der Siegerprojekte entschieden.
Mit dem Deutschen BGM-Förderpreis fördert die DAK-Gesundheit seit elf Jahren innovative Ansätze für gesundes Arbeiten in Unternehmen und Organisationen. Der Wettbewerb ist Teil eines umfassenden Programms zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Damit unterstützt die Krankenkasse bundesweit viele hundert Unternehmen dabei, die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu stärken und Erkrankungen vorzubeugen. Weitere Informationen zum BGM der DAK-Gesundheit gibt es unter: www.dak.de/bgm
