Gendermedizin

Typisch Wechseljahre? BARMER startet Gesundheitstelefon für Frauen in der Menopause

Angebot gilt auch für Versicherte anderer Kassen
veröffentlicht am von Redaktion krankenkasseninfo.de

Wechseljahre - Telefon der BARMER Wechseljahre - Telefon der BARMER(c) Getty Images / Svetlana Silina
Erschöpfung, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Gelenkschmerzen oder Hitzewallungen: Beschwerden in den Wechseljahren werden nach Einschätzung der BARMER häufig nicht als solche erkannt. Stattdessen würden Symptome teilweise Stress, Burnout, Depressionen oder Erkrankungen des Bewegungsapparates zugeschrieben. Die Krankenkasse startet deshalb ein neues Wechseljahre-Telefon, das medizinische Orientierung geben soll.

2026-08-31T12:26:00+00:00

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Keine konkrete Therapieempfehlung

Die neue Gesundheits-Hotline soll vor allem dabei helfen, Beschwerden einzuordnen und die richtige Anlaufstelle zu finden. Die medizinischen Expertinnen informieren unter anderem über mögliche Untersuchungen und Behandlungswege. Themen sind beispielsweise Bewegung, Ernährung, Sexualität, nicht medikamentöse Unterstützung und Hormontherapien. Auch die Auswirkungen der Wechseljahre auf das Berufsleben können angesprochen werden. „Viele Frauen wissen nicht, ob ihre Beschwerden mit den Wechseljahren zusammenhängen. Sie sind unsicher, welche Anlaufstelle die richtige ist“, sagt Alfred Kindshofer, Landesgeschäftsführer der BARMER in Bayern. Das neue Angebot solle eine niedrigschwellige Möglichkeit bieten, Fragen zu klären und medizinische Orientierung zu erhalten.

Beschwerden können sehr unterschiedlich sein

Die Wechseljahre verlaufen individuell. Während manche Frauen kaum Beschwerden haben, leiden andere unter Hitzewallungen, Schlafproblemen, Gewichtszunahme, Gelenk- und Muskelschmerzen oder psychischen Veränderungen. Nach Einschätzung der BARMER kann eine fehlende Zuordnung der Beschwerden zu einer längeren Ursachensuche führen. Betroffene könnten dadurch unnötige Untersuchungen oder ungeeignete Therapien erhalten. Zudem können anhaltende Beschwerden die Lebensqualität, das Familien- und Sozialleben sowie die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen. Auch langfristige gesundheitliche Aspekte spielen eine Rolle. Die hormonellen Veränderungen nach der Menopause können unter anderem mit einem erhöhten Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Veränderungen des Stoffwechsels verbunden sein.

BARMER baut Angebote zur Frauengesundheit aus

Mit dem Wechseljahre-Telefon will die BARMER nach eigenen Angaben eine Versorgungslücke in der Frauengesundheit schließen. „Frauengesundheit hat in der medizinischen Versorgung lange nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die sie verdient“, sagt Kindshofer. Ergänzend verweist die Krankenkasse auf den Leitfaden „Menopause@Work“, der Unternehmen und Beschäftigten Hinweise geben soll, wie Frauen während der Wechseljahre am Arbeitsplatz besser unterstützt werden können.


Wechseljahre-Telefon: 089 480 595 84
Erreichbarkeit: täglich von 6 bis 24 Uhr
Kosten: kostenlos
Beratung: offen für BARMER-Versicherte und andere Interessierte


 

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