Krebsprävention

Screening mit NDCT - Lungenkrebsfrüherkennung für Raucher startet im April

veröffentlicht am von Redaktion krankenkasseninfo.de

Lungenkrebs - Screening mit NDCT Lungenkrebs - Screening mit NDCTgeneriert mit GPT 5-2
Ab dem 1. April 2026 können aktive und ehemalige starke Raucher im Alter von 50 bis 75 Jahren jährlich an einem neuen Lungenkrebsfrüherkennungsprogramm teilnehmen. Das teilte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Anfang März in Berlin mit. Hochgefärdete Patienten können dann mit Niedrigdosis-Computertomografie (NDCT) zuverlässig getestet werden.

2026-03-13T14:32:00+01:00

Die Untersuchung erfolgt mittels Niedrigdosis-Computertomografie (NDCT) und soll besonders gefährdete Personen frühzeitig auf Lungenkrebs testen. Damit wird die Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab April offiziell angeboten. 

„Bis das neue Screening flächendeckend genutzt werden kann, ist noch etwas Geduld erforderlich.“, kommentierte Bernhard van Treeck als unparteiisches G-BA-Mitglied und Vorsitzender des Unterausschusses Methodenbewertung. Ärztinnen und Ärzte müssen vor der Teilnahme an dem Programm eine spezielle Fortbildung absolvieren. Radiologische Praxen benötigen zudem die Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung, um NDCT-Aufnahmen anzufertigen und auszuwerten. Der G-BA weist zudem darauf hin, dass die Früherkennung zwar wichtig ist, das Rauchen aufzugeben aber das entscheidende Ziel bleibt. Ärztinnen und Ärzte sollten ihre Patienten aktiv zu diesem Thema beraten.

Teilnahmeberechtigt sind Versicherte mit mindestens 25 Jahren starkem Zigarettenkonsum und mindestens 15 „Packungsjahren“ – zum Beispiel 20 Zigaretten pro Tag über 15 Jahre. Interessierte können sich zunächst an eine allgemeinmedizinische oder internistische Praxis wenden, die das Screening anbietet. Dort wird die Anspruchsberechtigung geprüft und über Nutzen und Risiken der NDCT informiert.

Erfüllt ein Patient die Kriterien, erfolgt die Überweisung in eine qualifizierte radiologische Praxis. Bei unklaren Befunden wird eine weitere Spezialistin oder ein Spezialist zur Zweitbefundung hinzugezogen. Die Versicherteninformation zur neuen Vorosrgeuntersuchung steht Ärzten kostenfrei über die Kassenärztlichen Vereinigungen zur Verfügung; eine Leichte-Sprache-Version soll später folgen.

 

 

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