Gesundheit & Gesellschaft

Neue Zahlen: Krankenstand auch 2025 kaum gesunken

Anteil psychischer Erkrankungen stark gestiegen
veröffentlicht am von Redaktion krankenkasseninfo.de

Krankenstand Krankenstand(c) Getty Images / sasirin pamai
Der Krankenstand in Deutschland ist laut dem BKK Dachverband im Jahr 2025 leicht gesunken. Trotz dieses minimalen Rückgangs bleibt das Niveau weiterhin deutlich höher als vor der Corona-Pandemie. Eine grundlegende Trendwende lässt sich daraus nicht ableiten, vielmehr zeigt sich eine Stabilisierung auf erhöhtem Niveau.

2026-03-17T12:53:00+01:00

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Laut einer Information des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen lag der durchschnittliche Wert im vergangenen Jahr bei 5,83 Prozent. 2024 seien es noch 5,90 Prozent gewesen. Ein zentraler Faktor für die immer noch vergleichsweise hohen Krankenstandszahlen sei die Einführung der elektronischen Krankschreibung im Jahr 2022. Seitdem werden Krankmeldungen vollständig digital erfasst, wodurch frühere Meldelücken geschlossen wurden. Viele Fälle, die früher nicht gemeldet wurden, erscheinen nun in der Statistik. Der Anstieg ist daher vor allem Ausdruck verbesserter Transparenz und nicht zwangsläufig einer realen Zunahme von Erkrankungen.

Rücken und Psyche dominieren Statistik 

Nach wie vor stellen Muskel-Skelett-Erkrankungen den größten Anteil am Krankenstand dar. Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Gelenkprobleme sind häufig arbeitsbedingt, sowohl durch körperliche Belastung als auch durch langes Sitzen. Ebenfalls bedeutend sind Atemwegserkrankungen, die nach dem Wegfall pandemiebedingter Schutzmaßnahmen wieder deutlich zugenommen haben. Besonders kritisch entwickelt sich der Bereich der psychischen Erkrankungen. Ihr Anteil am Krankenstand ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen und hat sich seit 2016 um mehr als 50 Prozent erhöht. Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen gewinnen damit zunehmend an Bedeutung und erfordern verstärkte Aufmerksamkeit seitens Unternehmen und Politik.

Arbeitsplatz als Schlüssel für die Gesundheit

Vorwürfe über möglichen Missbrauch von Krankmeldungen lassen sich durch die Daten hingegen nicht bestätigen. Stattdessen weisen die Ergebnisse auf strukturelle Ursachen hin, darunter eine alternde Erwerbsbevölkerung und veränderte Arbeitsbedingungen. Der Arbeitsplatz spielt eine entscheidende Rolle bei der Gesundheitsförderung. Individuelle Präventionsmaßnahmen, flexible Arbeitsmodelle und eine wertschätzende Unternehmenskultur könnten laut BKK Dachverband wesentlich dazu beitragen, die Gesundheit der Beschäftigten langfristig zu verbessern.

 

 

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