Warum werden Herzinfarkte bei Frauen oft zu spät erkannt?
Geschlechtsspezifische Unterschiede in der HerzmedizinWarum werden Herzinfarkte bei Frauen oft zu spät erkannt?
Herzinfarkte haben bei Frauen häufig andere Warnsignale. Dazu zählen vor allem Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen sowie extreme Müdigkeit. Diese Symptome werden leicht mit Magen-Darm-Beschwerden, Stress oder Erschöpfung verwechselt – mit teils fatalen Folgen.
Gibt es bei Medikamenten etwas zu beachten?
Frauen erhalten meist die gleiche Dosierung wie Männer, obwohl sie häufig eine geringere Körpermasse haben. Hormonelle Schwankungen können die Wirkung zusätzlich beeinflussen. Sie leiden deshalb fast doppelt so häufig an Nebenwirkungen. Wir empfehlen Frauen daher, vor einer Therapie nach geschlechtsspezifischen Unterschieden zu fragen sowie bei Nebenwirkungen zügig mit ihrem Arzt zu sprechen und diese nicht „auszusitzen“.
Was raten Sie Frauen für ihre Herzgesundheit?
Herzinfarkt ist keine Männerkrankheit. Wir appellieren an alle Frauen, bewusst auf ihre Herzgesundheit zu achten, Warnsignale ernst zu nehmen und regelmäßig zum Check-up zu gehen. Wichtig sind vor allem eine gesunde Ernährung, Bewegung, viel Schlaf und weniger Stress.
Der GoRed-Day setzt jedes Jahr ein Zeichen für den Geschlechterunterschied in der Herzgesundheit. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Frauenherzen schlagen anders“. Der von der Healthcare Frauen e. V. und der Herz-Hirn-Allianz initiierte Aktionstag soll auf die spezifischen Risiken von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen aufmerksam machen und das Bewusstsein dafür schärfen.
