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Hilfsmittel (z. B. Sehhilfen, Körperersatzstücken)

Als Versicherter einer gesetzlichen Krankenkasse haben Sie einen Anspruch auf die Versorgung mit Hörhilfen, Körperersatzstücken, orthopädischen und anderen Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern oder eine Behinderung auszugleichen.

Voraussetzung

Der Anspruch auf Hilfsmittel ist erfüllt, wenn diese nachweislich zum Erfolg einer Krankenbehandlung beitragen sowie zu medizinischen und therapeutischen Zwecken dienen. Der Anspruch umfasst auch die notwendige Änderung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung von Hilfsmitteln sowie die Ausbildung in ihrem Gebrauch.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Ihre gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für ein durch einen zugelassenen Arzt verordnetes Hilfsmittel, wenn dieses:

  • notwendig ist, um den Erfolg einer Krankenbehandlung zu sichern,
  • einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder
  • eine bereits bestehende Behinderung auszugleichen.

Weiterer Anspruch kann entstehen, wenn das Hilfsmittel (wie z.B. Rollstuhl, Körperersatzstücken (Prothesen), Hilfsmittel zur Kompressionstherapie, Einlagen und Bandagen) therapeutisch und medizinisch dazu geeignet ist, um beispielsweise einer Pflegebedürftigkeit entgegenzuwirken. Brillengläser und Kontaktlinsen werden von den Krankenkassen jedoch nicht übernommen.

Zuzahlung

Die Übernahme der Kosten für Brillen Kontaktlinsen und Hörgeräte erfolgt in Höhe der Festbeträge. Die Höhe der Zuzahlung für Versicherte, die älter als 18 Jahre alt sind, beträgt zehn Prozent des Abgabepreises, mindestens fünf Euro und höchstens zehn Euro, jedoch nie mehr als die tatsächlichen Kosten.

Ausnahmen

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind Hilfsmittel zuzahlungsfrei.

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