FinanzKommission Gesundheit

FinanzKommission Gesundheit

Die FinanzKommission Gesundheit (FKG) ist ein von der deutschen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken im September 2025 eingesetztes Expertengremium. Ihr Auftrag besteht darin, Maßnahmen zur finanziellen Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu entwickeln, insbesondere mit Blick auf steigende Defizite und Beitragssätze ab dem Jahr 2027.

Hintergrund

Die Einsetzung der Kommission erfolgte vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden Finanzierungslage der GKV. Prognosen gehen von einer Finanzierungslücke von etwa 15 Milliarden Euro ab 2027 und bis zu über 40 Milliarden Euro bis 2030 aus, sofern keine Reformen erfolgen.

Ziel war es daher, kurzfristig wirksame Konsolidierungsmaßnahmen zu entwickeln und gleichzeitig strukturelle Reformoptionen vorzubereiten.

Zusammensetzung und Arbeitsweise

Die Kommission bestand aus zehn unabhängigen Fachleuten aus Gesundheitsökonomie, Medizin, Sozialrecht und weiteren Disziplinen unter Vorsitz des Gesundheitsökonomen Wolfgang Greiner.

Die Kommission arbeitete auf Grundlage von:

  • über 1.700 eingereichten Vorschlägen aus dem Gesundheitswesen
  • Anhörungen zentraler Akteure (z. B. Ärzte, Krankenhäuser, Kassen)
  • einer systematischen Analyse von Einnahmen- und Ausgabenstrukturen

Der erste Bericht (März 2026)

Am 30. März 2026 legte die Kommission ihren ersten Bericht vor. Dieser umfasst rund 483 Seiten und enthält 66 konkrete Empfehlungen zur kurzfristigen Stabilisierung der GKV-Finanzen.

Zielsetzungen

  • Stabilisierung der Beitragssätze ab 2027
  • Begrenzung der Ausgabendynamik
  • nachhaltige Sicherung der Finanzierungsbasis

 

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