Marburger Bund kritisiert geplante Klinik-Einsparungen
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Personallabbau befürchtet
Nach Ansicht des Marburger Bundes würden die vorgesehenen Maßnahmen die wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser weiter verschärfen. Hans Martin Wollenberg, Erster Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen, warnte vor negativen Folgen für die Patientenversorgung. Die geplanten Kürzungen könnten dazu führen, dass Kliniken verstärkt Personal abbauen oder die Arbeitsbelastung der Beschäftigten weiter steigt.
Der Verband formuliert im Vorfeld der Gesundheitsministerkonferenz drei zentrale Forderungen. Erstens müsse das geplante Spargesetz ( GKV-Beitragssatzstabiliserungsgesetz) gestoppt werden, um weitere finanzielle Belastungen der Krankenhäuser zu verhindern. Insbesondere lehnt der Marburger Bund Einschnitte ab, die sich auf die Personalausstattung auswirken könnten.
Zweitens fordert die Ärztegewerkschaft eine vollständige Refinanzierung von Tarifsteigerungen. Nur wenn Gehaltsanpassungen vollständig ausgeglichen würden, könnten Krankenhäuser attraktive Arbeitsbedingungen bieten und dem Fachkräftemangel wirksam begegnen.
Verlässliche Finanzierung notwendig
Als dritten Punkt verlangt der Verband eine verlässliche Finanzierung der Krankenhausreform. Der Bund müsse gesamtgesellschaftliche Aufgaben ausreichend finanzieren und dürfe die gesetzlichen Krankenkassen nicht zusätzlich belasten. Der Marburger Bund verweist dabei auf die Gesundheitskosten von Bürgergeldbeziehenden, deren Erstattung aus Sicht des Verbandes nicht kostendeckend sei.
Kritik übt die Ärztegewerkschaft zudem an zusätzlichen Dokumentations- und Nachweispflichten im Zuge der Krankenhausreform. Diese könnten den bürokratischen Aufwand in den Kliniken weiter erhöhen.
Mit Blick auf die Gesundheitsministerkonferenz forderte der Marburger Bund Bund und Länder auf, die wirtschaftliche Stabilität der Krankenhäuser zu sichern. Die Organisation unterstützt zudem eine von der Gewerkschaft ver.di angekündigte Demonstration am 10. Juni in Hannover und ruft ihre Mitglieder zur Teilnahme auf.
