Hauptregion der Seite anspringen
Zahnersatz

Krankenkassen übernehmen Adhäsivbrücken als Zahnersatz für Schneidezähne

veröffentlicht am 06.07.2016 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Bild zum Beitrag Krankenkassen übernehmen Adhäsivbrücken als Zahnersatz für SchneidezähneBild vergrößern(c) Bernd Kasper / pixelio.de
Wer als erwachsener Kassenpatient beim Zahnarzt mit einem kaputten Schneidezahn vorsprach, musste bislang unter Umständen für ästhetisch anspruchsvollen Zahnersatz selbst bezahlen. Seit dem ersten Juli können Zahnärzte nun so bezeichnete „Adhäsivbrücken mit Metallgerüst“ bei den gesetzlichen Kassen abrechnen.

2016-07-06T13:38:00+02:00
Werbung

 

Dies war bislang als Kassenleistung nur für minderjährige Versicherte zwischen 14 und 20 Jahren möglich. Für diese Versichertengruppe wurde im Rahmen der neuen Richtlinie der mögliche quantitative Rahmen auf zwei Schneidezähne erhöht.

Schonende Variante für Zahnersatz

Bei Adhäsivbrücken handelt es sich um festsitzenden Zahnersatz, der an den Nachbarzähnen klebend (adhäsiv) verankert wird. Technisch ist das nur dann möglich, wenn die Nachbarzähne entsprechend intakt sind und wenig Defekte aufweisen. Für Kinder und Jugendliche, deren Kiefer sich noch im Wachstum befinden, ist diese Zahnersatzvariante daher sehr geeignet. Mit den modernen Brücken können Lücken im Schneidezahnbereich schonend für die Zahnsubstanz und mit optisch überzeugendem Ergebnis geschlossen werden..

Erweiterung des Leistungskataloges

„Mit diesen Brücken haben wir jetzt allen GKV-Versicherten ein hochmodernes und minimalinvasives Verfahren zu Lasten der Kassen zugänglich gemacht. Damit entspricht die Regelversorgung im Bereich Zahnersatz wieder dem aktuellen Stand zahnmedizinischer Erkenntnisse“, so Dr. Wolfgang Eßer, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Die Neuregelung zum Zahnersatz wurde im Februar beschlossen und war im Mai in Kraft getreten. Sie gilt für alle gesetzlichen Krankenkassen.

 

Weiterführende Artikel:
  • Zahnersatz in Polen?
    Auch in der Medizin hat die Globalisierung Einzug gehalten. "Die Zähne in Polen machen lassen", aber auch Schönheits-OPs oder Kuraufenthalte in östlichen Nachbarländern wie Polen sind beliebt, auch weil sie günstig zu haben sind.
  • Zahnfüllungen unter der Lupe: Amalgam, Kunststoff, Gold oder Keramik?
    Ist ein Zahn von Karies betroffen, wird seine Erhaltung gewährleistet, in dem der Zahnarzt die betroffene Stelle aufbohrt, säubert und anschließend gut verschließt. Bei der Füllung des aufgebohrten Zahnes kann sich der Patient zwischen verschiedenen Materialien entscheiden.
  • Zahnlosigkeit: Aufklicksystem als Alternative zu Prothese und herkömmlichem Implantat
    An der Zahnklinik in Düsseldorf müssen sich Patienten bei Zahnverlust nicht mehr zwischen Prothese oder Implantat entscheiden. Dort wird die sogenannte SOS-Methode angeboten, die beide Verfahren verbindet. SOS-Auflickprothesen sitzen auf fest implantierten Stützen und sind jederzeit herausnehmnbar.

 

 

Bewerten Sie uns 4,8 / 5
https://www.krankenkasseninfo.de

9391 Besucher haben in den letzten 12 Monaten eine Bewertung abgegeben.

Kategorien