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Beamte

Karl Lauterbach will Beamten Zugang zu gesetzlichen Krankenkassen erleichtern

veröffentlicht am 07.08.2023 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Können sich Beamte bald bundesweit gesetzlich versichern?Können sich Beamte bald bundesweit gesetzlich versichern?(c) Fotolia.de /stockWERK
Beamte sollen nach dem Willen von Karl Lauterbach und weiterer SPD-Politiker zukünftig bundesweit gesetzlich versichern können und dafür Beihilfe erhalten können. Bislang gilt diese Möglichkeit als so genanntes 'Hamburger Modell' nur in einigen Bundesländern.  

2023-08-07T15:23:00+00:00
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Karl Lauterbach (SPD) Karl Lauterbach (SPD)(c) BMG
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) äußerte gegenüber der BILD-Zeitung, dass er es „begrüßen“ würde, „wenn weitere Länder das Wahlrecht einführen würden“. Bislang unterstützen neben Hamburg und Bremen die Länder Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen und Thüringen ihren Beamten die Wahlfreiheit zwischen beiden Versicherungssystemen.

In diesen Bundesländern können Beamte einen Zuschuss von ihrem Dienstherrn auch dann erhalten, wenn sie in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind. Ohne diese „pauschale Beihilfe“ müssten sie als GKV-Versicherte den vollen Arbeitgeber- und Artbeitnehmeranteil selbst von ihren Bezügen aufbringen. Derzeitig wollen sich weitere Bundesländer wie Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen für das so genannte Hamburger Modell öffnen.
 
 „Es ist an der Zeit, dass Bund und alle Länder, die das bisher noch nicht getan haben, jetzt für ihre Neubeamtinnen und -beamten den Arbeitgeberanteil für die gesetzliche Krankenversicherung übernehmen.“, kommentierte auch die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD- Fraktion im Bundestag Heike Baehrens. Für die Sozialdemokratin sei dies ein "Gebot der Gerechtigkeit".

Der PKV-Verband kritisiert das Hamburger Modell, weil die staatliche Beihilfe den Steuerzahler unnötig belaste. Allein im Bundesland Baden-Württemberg würden für die GKV - Beihilfe zusätzliche Kosten von 2,6 Milliarden Euro bis zum Jahr 2026 auflaufen.

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