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Zahngesundheit

Empfindliche Zähne – wenn jeder Biss schmerzhaft ist

ursachen und Behandlung
veröffentlicht am 06.02.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Wenn ein Biss in einen Apfel blitzartige Zahnschmerzen auslöst und Karies oder Parodontitis nicht die Ursache sind, leiden Betroffene oft unter schmerzempfindlichen Zähnen. Die betroffenen leiden unter Dentinhypersensibilität, einer Krankheit, bei der heiße, kalte, süße oder saure Lebensmittel  chmerzhafte Reize verursachen. Sobald der Reiz abklingt, verschwinden auch die Schmerzen.

2018-02-06T09:44:00+00:00
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Empfindliche Zähne und Schmerzen

 

Ursachen und Behandlung von schmerzempfindlichen Zähnen

Bildet sich das Zahnfleisch zurück, liegen die Zahnhälse frei. So entsteht eine direkte Verbindung der Kanälchen zur Mundhöhle und es erfolgt eine direkte Weiterleitung der Reize an die Zahnnerven. Daraus resultieren die starken Schmerzen. Zu den Ursachen von Zahnfleischrückgang zählt neben Parodontitis auch Bruxismus, also nächtliches Zähneknirschen oder -pressen. „Auch falsche Zahnputztechniken, die Verwendung von abschmirgelnder Zahnpasta, übersteigerte Mundhygiene oder der häufige Verzehr von stark säurehaltigen Lebensmitteln führen oftmals zu schmerzempfindlichen Zähnen", erklärt die Dentalmedizinerin und Oralchirurgin Dr. Dr. Thea Lingohr aus Köln.

Empfindliche Zahnhälse schützen

Zur Linderung der Überempfindlichkeit eignet sich ein remineralisierender Fluoridlack oder eine spezielle Dentinversiegelung mit dünnfließendem Kunststoff. Auf das Dentin der Zahnhälse aufgetragen, verschließt die Versiegelung die Dentinkanälchen. Diese Behandlung sollte zweimal im Jahr stattfinden, um die Zähne nachhaltig vor Karies zu schützen, da der Wurzelbereich wesentlich anfälliger ist. Bei keilförmigen Defekten oder bereits vorliegendem Kariesbefall empfiehlt es sich, diese Bereiche mit Komposit-Füllungen aus speziell entwickeltem Kunststoff mit Keramikkörper aufzufüllen.

Im Falle eines sehr starken Zahnfleischrückgangs, bei dem Patienten nicht nur unter starken Schmerzen, sondern auch unter einer Beeinträchtigung der Optik leiden, besteht die Möglichkeit, freiliegende Stellen mithilfe eines freien Schleimhauttransplantats, das vom Gaumen entnommen wird, wieder zu bedecken. Eine alternative Behandlungsmethode besteht in der Bildung eines sogenannten Verschiebelappens. Dabei wird das noch vorhandene Zahnfleisch über die freiliegenden Zahnhälse verschoben und mithilfe von Nähten fixiert. „Mikrochirurgische Operationstechniken ermöglichen dabei einen verbesserten und schnellen Heilungsprozess", so Dr. Dr. Lingohr. Die Lebensqualität der Behandelten nimmt zu, denn sie profitieren von einer verbesserten Ästhetik und einer verminderten Schmerzempfindlichkeit.

Prävention durch richtige und regelmäßige professionelle Zahnreinigung

Sorgfältige Mundhygiene hilft die Entstehung einer Dentinhypersensibilität zu verhindern. So gilt es, beim Zähneputzen niemals zu stark aufzudrücken und weder aufhellende Zahnpasta noch Zahnbürsten mit zu harten Borsten zu verwenden. Zudem muss die Reinigung der Zahnzwischenräume einmal am Tag erfolgen, um Zahnfleischentzündungen zu vermeiden. „Einmal in der Woche sollten Patienten zudem ein spezielles Zahnpflege-Gel verwenden, um Karies und Überempfindlichkeit vorzubeugen. Eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt hilft Ablagerungen gründlich zu entfernen", so Dr. Dr. Lingohr. Auch eine säure- und zuckerarme Ernährung unterstützt die Zahngesundheit.

 

Weitere Informationen unter www.dr-lingohr.de

 

Foto: fotolia.de / khosrork

 

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