Bündnis fordert 10.000 Stellen für Schulgesundheit
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Anne-Kathrin Klemm ( BKK Dachverband)(c) BKK Dachverband / Markus Altmann
Hintergrund der Forderung ist eine zunehmende gesundheitliche Belastung von Kindern und Jugendlichen. Nach Angaben des BKK-Dachverbands leidet in einer durchschnittlichen Schulklasse jedes 25. Kind an Asthma, eines an behandlungsbedingter Adipositas und sechs Kinder weisen psychische Auffälligkeiten auf. Gleichzeitig steige der Bedarf an Inklusion und professioneller Betreuung chronisch kranker Schülerinnen und Schüler.
Nach Ansicht der Initiatoren könnten Schulgesundheitsfachkräfte Verletzungen und Erkrankungen einschätzen, Erste Hilfe leisten, chronisch kranke Kinder begleiten und bei psychischen Problemen frühzeitig Unterstützung anbieten. Dadurch ließen sich unnötige Arztbesuche und Rettungsdiensteinsätze vermeiden sowie Lehrkräfte entlasten.
Für die Finanzierung brachte Klemm unter anderem eine von der Finanzkommission Gesundheit vorgeschlagene Zuckersteuer ins Gespräch. Die gesetzliche Krankenversicherung könne präventive Maßnahmen unterstützen, dürfe jedoch nicht dauerhaft für die Finanzierung der Stellen verantwortlich gemacht werden. Länder und Kommunen müssten eine bundesweit einheitliche Lösung umsetzen und die Versorgung vor Ort sicherstellen.
Auch Schüler-, Eltern- und Pflegevertreter sehen erheblichen Handlungsbedarf. Schulgesundheitsfachkräfte könnten als niedrigschwellige Anlaufstelle für gesundheitliche und psychische Probleme dienen, die Gesundheitskompetenz fördern und die Versorgung chronisch kranker Kinder im Schulalltag verbessern. In Ländern wie England und Frankreich habe sich das Modell bereits bewährt, betonten die Verbände.
