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Nachhaltigkeit

Ab 2021 kommt das Aus für Wattestäbchen

EU beschloss Verbot von Einweggeschirr und anderen Artikeln aus Plastik
veröffentlicht am 31.10.2018 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Die EU hat das Aus für Einwegartikel aus Plastik beschlossenDie EU hat das Aus für Einwegartikel aus Plastik beschlossen(c) R-K-B by Olga Meier / pixelio.de + Peter Smola
Das EU-Parlament hat Ende Oktober ein Verbot von Wegwerf-Artikeln aus Kunststoff beschlossen. Neben Wattestäbchen und Plastikgeschirr werden unter anderem auch Trinkhalme, Rührstäbchen für Kaffee, dünne Plastiktüten und Luftballonstäbe vom europäischen Markt verschwinden.

2018-10-31T11:28:00+00:00
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Außerdem sollen umfassende Maßnahmen zur Reduzierung des Plastikmülls auf den Weg gebracht werden. In Deutschland wird mit der Umsetzung des Einwegplastikverbots bis spätestens 2021 gerechnet.

Mikroplastik aus Zahnpasta und Peelings verseucht die Meere

Dem Beschluss des EU-Parlaments waren die anhaltenden Debatten über die Verschmutzung der Ozeane vorausgegangen. Laut Greenpeace belaufen sich die Schätzungen des weltweit im Meer treibenden Plastikmülls auf über 150 Millionen Tonnen. Neben den sichtbaren Plastikabfällen, die auf dem offenen Meer treiben, stellt insbesondere auch bewusst hergestelltes Mikroplastik eine große Gefahr für die Umwelt dar. Diese Plastikteile sind maximal fünf Millimeter groß und kommen unter anderem bei Zahnpasta, Peelings und anderen Kosmetikprodukten zum Einsatz.  

Gesundheitsartikel aus abbaubaren Rohstoffen

Bereits seit Jahren gibt es weltweite Kampagnen, um Plastikmüll zu reduzieren und abbaubare Alternativen zu Plastikprodukten zu entwickeln. Während sich die Bemühungen anfangs vor allem gegen besonders offensichtliche Probleme wie Plastikflaschen, Tragetaschen und To-Go-Becher richteten, gibt es mittlerweile auch abbaubare Alternativen für Gesundheitsartikel, die gänzlich auf (Mikro-)Plastik verzichten. Das Verbot von Wattestäbchen ist ein erster und wichtiger Schritt, um ein Bewusstsein für plastikfreien Konsum bei Gesundheitsprodukten zu schaffen.

Zahnbürsten dürfen weiterhin aus Plastik sein

Andere Hygieneartikel, wie Zahnbürsten, Shampoos und Deodorants sind von dem EU-Gesetz bislang nicht betroffen. Doch könnte der Beschluss als Anlass genommen werden, um das eigene Kaufverhalten im Bereich Kosmetik und Hygiene genau unter die Lupe zu nehmen. Denn Plastik schadet nicht nur der Umwelt sondern auch der Gesundheit, weshalb abbaubare und nachhaltige Alternativen zu vielen herkömmlichen Artikeln bereits erhältlich sind, die nicht nur in der Produktion, sondern auch bei der Verpackung gänzlich auf Plastik verzichten.

 

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