Künstliche Befruchtung

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung umfassen auch medizinische Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft (insbesondere Inseminationsbehandlung und In-vitro-Fertilisation mit Embryotransfer).

Kostenübernahme durch die Krankenkasse bei künstlicher Befruchtung

Damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Maßnahme muss nach ärztlicher Feststellung erforderlich sein. Diese Erforderlichkeit ist in der Regel gegeben, wenn herkömmliche Behandlungsmaßnahmen (wie beispielsweise alleinige hormonelle Stimulation, Fertilisationsoperation) nicht (mehr) erfolgsversprechend sind.
  • Es muss eine hinreichende Aussicht dafür bestehen, dass durch die Maßnahmen eine Schwangerschaft herbeigeführt wird. Eine hinreichende Aussicht besteht in der Regel nicht mehr, wenn die Maßnahme viermal ohne Erfolg durchgeführt worden ist.
  • Die Personen, die diese Maßnahmen in Anspruch nehmen wollen, müssen miteinander verheiratet sein. Es dürfen zudem nur Ei- und Samenzellen des Ehepaars verwendet werden.
  • Beide Partner dürfen bei einer künstlichen Befruchtung nicht jünger als 25 Jahre und Frauen nicht älter als 40 Jahre sein. Die Männer dürfen nicht älter als 50 Jahre sein.

Sind diese Kriterien erfüllt, übernimmt Ihre gesetzliche Krankenkasse 50 Prozent der Kosten für die ersten drei Versuche und die eventuell dadurch notwendig gewordene Arzneimittelversorgung. Einige Krankenkassen übernehmen im Rahmen spezieller Angebote auch die übrigen 50 Prozent, also Ihren Eigenanteil.

Förderung für unverheiratete Paare

Unverheiratete Paare erhalten unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung durch das Bundesfamilienministerium.