Kieferorthopädische Behandlung

Versicherte vor Vollendung des 18. Lebensjahres haben in medizinisch begründeten Fällen einen Anspruch auf eine kieferorthopädische Versorgung.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Medizinisch begründete Fälle liegen beispielsweise bei Patienten mit einer Kiefer- oder Zahnfehlstellung vor, die das Kauen, Beißen, Sprechen oder Atmen erheblich beeinträchtigt oder zu beeinträchtigen droht.

Die Krankenkasse übernimmt zunächst die Behandlungskosten in Höhe von 80 Prozent (90 Prozent, wenn mehrere Kinder in Behandlung sind). Wird die Behandlung planmäßig abgeschlossen, werden von der Krankenkasse auch die verbleibenden 20 Prozent (beziehungsweise 10 Prozent) der Behandlungskosten erstattet.

Kostenübernahme für Erwachsene

Für Erwachsene, die zu Beginn der Behandlung älter als 18 Jahre sind, können die Kosten nur in besonders medizinisch begründeten Einzelfällen, wie beispielsweise einer schweren Kieferanomalie, durch die gesetzliche Krankenkasse übernommen werden.