Offener Brief der Homöopathischen Ärzteschaft
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Der ärztliche Appell wird vom Berufsverband der Homöopathischen Ärtze DZVhÄ veröffentlicht und richtet sich an die Fraktionsvorsitzenden der Regierungsparteien Spahn (CDU/CSU) und Miersch (SPD).
Durch die Streichung seien keinerlei Einsparungen zu erwarten, heißt es im Text. Die Finanzsituation der Krankenkassen würde durch den "Rückgriff auf teurere konventionelle Medikamente" sogar mehr belastet, weil die Patienten "auch ohne Homöopathie behandelt werden"müssten. Weiterhin weisen die Ärztinnen und Ärzte darauf hin, dass Vielfalt in der Medizin auch die Stabilität des Systems sichere. Eine Streichung reduziere die Medizinlandschaft auf "reine Reparaturleistungen" - ignoriert würden Prävention und Nachhaltigkeit. Und auch gegen den Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit richten sich die Autoren. "Einseitige Verweise auf veraltete Berichte" würden anstelle aktueller hochwertiger Studien vorgeschoben. Dadurch werde der aufwändige Analyseprozess in der Schweiz, der diesen Verfahren "Zweckmäßigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit" bescheinigt, ins Abseits gedrängt.
Der Brief verweist außerdem auf mögliche gesellschaftliche Folgen wie Frustration bei Patientinnen und Patienten oder einen Vertrauensverlust in die Politik. Kritiker solcher Argumentationslinien würden allerdings entgegnen, dass gerade ein transparentes, evidenzbasiertes Gesundheitssystem langfristig Vertrauen stärkt, weil es Entscheidungen nachvollziehbar an medizinischer Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit ausrichtet.
Insgesamt zeigt der offene Brief sehr deutlich die Perspektive eines Teils der Ärzteschaft, Verfahren der Komplementärmedizin als wichtigen Bestandteil eines ganzheitlichen medizinischen Ansatzes versteht. Gleichzeitig macht er sichtbar, wie kontrovers die Bewertung dieser Methoden im Spannungsfeld zwischen individueller Erfahrung, medizinischer Evidenz und gesundheitspolitischer Steuerung weiterhin ist.
Offener Brief an Jens Spahn und Dr. Matthias Miersch
