Heftige Kritik am GKV-Sparpaket: Fachverbände warnen vor Folgen für Versorgung und Versicherte
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Zentraler Kritikpunkt war die aus Sicht vieler Verbände unzureichende Beteiligung des Bundes an der Finanzierung versicherungsfremder Leistungen. Statt die GKV nachhaltig zu entlasten, würden die finanziellen Lasten vor allem auf Beitragszahlende und das Gesundheitssystem verlagert.
Sozialverbände wie der VdK lehnten unter anderem die geplante Einschränkung der beitragsfreien Familienversicherung, geringere Festzuschüsse beim Zahnersatz sowie die Einführung einer Teilkrankschreibung ab. Der GKV-Spitzenverband forderte den Bund auf, seiner Finanzierungsverantwortung für gesamtgesellschaftliche Aufgaben nachzukommen.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnte vor massiven Einnahmeverlusten für Kliniken, einem drohenden Stellenabbau und einer Gefährdung der laufenden Krankenhausreform. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung sieht Einschnitte bei der ambulanten Versorgung und rechnet mit längeren Wartezeiten für Patientinnen und Patienten.
Der Deutsche Pflegerat kritisierte, dass kurzfristige Sparmaßnahmen zulasten der Pflege gingen und den tatsächlichen Versorgungsbedarf verfehlten. Vertreter der Pharmaindustrie warnten zudem vor negativen Auswirkungen auf Investitionen, Versorgungssicherheit und den Pharmastandort Deutschland.
Insgesamt zeichneten die Sachverständigen das Bild eines Sparpakets, das nach ihrer Einschätzung die strukturellen Finanzprobleme der GKV nicht löst, gleichzeitig aber erhebliche Risiken für die Gesundheitsversorgung mit sich bringt.