Fahrtkosten

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in aller Regel die Kosten für Fahrten, die zwingend medizinisch notwendig sind und im Zusammenhang mit einer durch die Krankenkasse bereits bewilligten Leistung stehen.

Fahrtkosten zur stationären Behandlung

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Fahrten zu Leistungen, die stationär erbracht werden; Rettungsfahrten zum Krankenhaus; Krankentransporte mit medizinisch notwendiger fachlicher Betreuung; Fahrten zu einer ambulanten Krankenbehandlung, wenn dadurch eine an sich gebotene vollstationäre oder teilstationäre Krankenhausbehandlung vermieden oder verkürzt wird; Fahrten zu vor- und nachstationären Behandlungen im Krankenhaus, mit medizinisch notwendiger Betreuung.

Fahrtkosten zur ambulanten Behandlung

Die Krankenkassen übernehmen grundsätzlich keine Kosten mehr für ambulante Fahrten. In Einzelfällen kann die Krankenkasse jedoch noch Fahrkosten übernehmen. Dies betrifft vor allem Fahrten zur Dialysebehandlung, Strahlen- oder Chemotherapie. Für Schwerbehinderte mit dem Merkzeichen aG (außergewöhnliche Gehbehinderung), Bl (Blind) oder H (hilflos) in ihrem Schwerbehindertenausweis oder Personen mit der Pflegestufe II beziehungsweise III werden die Kosten durch die Krankenkasse ebenfalls übernommen. Auch Patienten ohne den genannten Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis können bei Vorhandensein einer vergleichbar schweren Behinderung Fahrten durch die Krankenkasse genehmigt bekommen.

Die medizinisch notwendigen Fahrten müssen in jedem Fall gegenüber der Kasse beantragt und begründet werden.

Zuzahlung bei Fahrtkosten

Für durch die Krankenkasse genehmigte Fahrten gelten die üblichen Zuzahlungsregeln:

Die Eigenbeteiligung liegt bei zehn Prozent, aber höchstens zehn und mindestens fünf Euro für jede einfache Fahrt. Bei Fahrtkosten müssen Zuzahlungen auch für Kinder und Jugendliche erbracht werden.