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Zuzahlungen zu Krankenkassenleistungen

Gesetzliche Versicherte sind dazu verpflichtet, sich an den Kosten der Kassenleistungen mit einem bestimmten Eigenanteil zu beteiligen. Unter anderem bei:

  • Arznei- und Verbandmittel
  • Hilfsmittel
  • Heilmittel
  • vollstationäre Krankenhausbehandlung
  • ambulante und stationäre Rehabilitationsmaßnahmen
  • Haushaltshilfe
  • und Häusliche Krankenpflege

Diese Maßnahme verfolgt den Zweck, die Versicherten zu einem kostenbewussten und sparsamen Umgang der gebotenen Leistungen der Krankenkassen zu bewegen. Die erforderlichen Zuzahlungen sind in Deutschland konkret geregelt. Generell gilt, dass jeder Versicherte pro Kalenderjahr nicht mehr als 2% des berücksichtigten Familienbruttoeinkommens zuzahlen muss. Diese Grenze wird auch als individuelle Belastungsgrenze bezeichnet. Demnach ist es auch entscheidend, wie viele Familienmitglieder im gemeinsamen Haushalt leben. Gesonderte Regelungen gelten für chronisch Kranke und Sozialhilfeempfänger. Die Belastungsgrenze von chronisch Erkrankten wurde auf 1 % der jährlichen Bruttoeinnahmen reduziert. Bei Sozialhilfeempfänger wird nur der Regelsatz der Regelbedarfsstufe 1 als Bruttoeinkommen für die gesamte Bedarfsgemeinschaft gezählt.