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Subsidiarität

Der Begriff der Subsidiarität beschreibt im Allgemeinen ein Prinzip, das auf die Entfaltung von individuellen Fähigkeiten, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung baut.

Bei dem Subsidiaritätsprinzip wird eine genaue Rangfolge der staatlich-gesellschaftlichen Maßnahmen festgelegt und Aufgaben den einzelnen Ebenen des staatlichen Ordnungssystem zugeschrieben. Ist eine Einheit nicht in der Lage der ihr zugeschriebenen Aufgaben nachzukommen oder ist dies mit Problemen oder erheblichen Hürden verbunden, muss die Aufgabe von der nächstgrößeren Einheit wahrgenommen werden. Der Zuständigkeitsbereich wird damit auf die nächsthöhere Ebene verschoben.

Im deutschen Sozialsystem beschreibt es vor allem das Recht auf (Sozial-)Hilfe. Ist eine Person beispielsweise nicht im Stande sich selbst zu helfen und kann die erforderliche Hilfe nicht von Anderen, wie zum Beispiel Verwandten, erbracht werden, hat die Person Anrecht auf Unterstützung. Grundsätzlich erfolgen staatliche Eingriffe nur dann, wenn die hierarchisch tiefere Ebene (z.B. Länder, Kommune, Familie) nicht in der Lage ist, die erforderliche Leistungen zu erbringen.