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Pressemitteilung Barmer

Barmer-Heilmittelreport: Geld kommt nicht ausreichend bei Physiotherapeuten an

veröffentlicht am 22.11.2021 von Redaktion krankenkasseninfo.de

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Die in rund 80.000 Praxen angestellten Therapeutinnen und Therapeuten in Heilmittelberufen profitieren nicht ausreichend von dem Geld, das in den letzten Jahren zusätzlich in die Heilmittelversorgung geflossen ist.

2021-11-22T14:24:00+01:00
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Berlin, 22.11.21 | Die in rund 80.000 Praxen angestellten Therapeutinnen und Therapeuten in Heilmittelberufen profitieren nicht ausreichend von dem Geld, das in den letzten Jahren zusätzlich in die Heilmittelversorgung geflossen ist. Die Gesetzgebung aus den Jahren 2017 und 2019 hatte deutlich höhere Gehälter für diese Berufsgruppe als Ziel.

Allein im Jahr 2020 wurden seitens der Krankenkassen rund drei Milliarden Euro mehr vergütet als im Jahr 2017, was einem Zuwachs um etwa 40 Prozent entspricht. Im ersten Halbjahr 2021 kamen weitere 1,56 Milliarden Euro hinzu. Laut aktuellem BARMER-Heilmittelreport kommt dieses Plus aber nicht angemessen bei den Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten an. „Der Gesetzgeber hat sich mit seinen Reformen im Heilmittelbereich zum Ziel gesetzt, Berufe in der Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie attraktiver zu gestalten.

Mit einem höheren Gehalt gelingt es besser, Nachwuchs für diese Berufe zu gewinnen und damit langfristig die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten“, sagt Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER. Im Jahr 2021 sei beispielsweise jede Therapieminute Krankengymnastik um 51 Prozent höher vergütet worden als im Jahr 2017. Die Gehaltssteigerungen der Physiotherapeutinnen und -therapeuten lagen im selben Zeitraum jedoch lediglich bei 21 Prozent. Der Zuwachs sei somit noch nicht einmal halb so hoch wie die Steigerung der Preise und Umsätze der Praxisinhaber.

Weiterhin bessere Vergütung in Kliniken

Physiotherapeutinnen und -therapeuten in Kliniken würden mit durchschnittlich 31.700 Euro im Jahr weiterhin deutlich besser bezahlt als die Angestellten in Praxen mit 27.500 Euro. Der Unterschied habe damit im Jahr 2020 im Durchschnitt 15 Prozent betragen. Zur vollständigen Schließung dieser Lücke hätte es daher nicht einmal der vollständigen Weitergabe der bisherigen Umsatzsteigerungen durch die Arbeitgeber bedurft. Geschehen sei jedoch zu wenig. „Die Absicht des Gesetzgebers, die Gehälter anzugleichen, wurde deutlich unterlaufen“, so Straub. Es sei dringend an der Zeit, dass die Milliarden Euro auch dort ankommen, wo sie hingehörten. Bislang zeige sich aber kein anderer Trend. Die Preis- und Umsatzsteigerungen hielten auch im Jahr 2021 unvermindert an.

Mehr zum Heilmittelreport 2021 finden Interessierte unter www.barmer.de/p010950

 

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