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Pressemitteilung Techniker Krankenkasse

TK-Ge­sund­heits­re­port 2019: Fehl­zeiten errei­chen Rekord­ni­veau

Psychisch bedingte Fehlzeiten auf dem Vormarsch
veröffentlicht am 19.04.2019 von Redaktion krankenkasseninfo.de

Nach einem leichten Rückgang der Krankenstände in den Jahren 2016 und 2017, erreichten die krankheitsbedingten Fehlzeiten Erwerbstätiger 2018 ein Rekordhoch. Dies zeigen die aktuellen Auswertungen des Gesundheitsreports 2019 der Techniker Krankenkasse (TK).

2019-04-19T13:52:00+00:00
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Hamburg, 18. April 2019. Nach einem leichten Rückgang der Krankenstände in den Jahren 2016 und 2017, erreichten die krankheitsbedingten Fehlzeiten Erwerbstätiger 2018 ein Rekordhoch. Dies zeigen die aktuellen Auswertungen des Gesundheitsreports 2019 der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach stiegen die gemeldeten Fehltage im vergangenen Jahr bundesweit um 2,5 Prozent auf durchschnittlich 15,5 Fehltage pro Erwerbsperson an. Spitzenreiter im Vergleich der Bundesländer ist weiterhin Mecklenburg-Vorpommern mit 20,1 Fehltagen pro Kopf, dicht gefolgt von Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit jeweils 19,6 krankheitsbedingten Fehltagen. Lediglich in Bremen lässt sich ein leichter Rückgang der Fehlzeiten um 0,05 Tage pro Erwerbsperson verzeichnen. Die durchschnittliche Anzahl der Fehltage pro Fall blieb dabei bundesweit nahezu unverändert.

Zahl der psychisch bedingten Fehlzeiten steigt weiter an

Erkrankungen der Psyche gewinnen weiter an Bedeutung, wenn es um die Fehlzeiten am Arbeitsplatz geht. Auch dies zeigt der aktuelle Gesundheitsreport 2019. Demnach war 2018, wie auch im Vorjahr, fast jeder fünfte Fehltag (18 Prozent) psychisch bedingt. Bereits seit 2016 ist ein bundesweiter Anstieg der Werte für Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen zu beobachten. Besonders betroffen sind dabei weiterhin Frauen, die mit durchschnittlich 3,5 Fehltagen weit häufiger als Männer (durchschnittlich 2,2 Fehltage) aufgrund psychischer Erkrankungen krankgeschrieben werden. Insgesamt konnte im Zeitraum von 2006 bis 2018 ein geschlechterübergreifender

Anstieg der Diagnosen von rund 92 Prozent nachgewiesen werden.

"Lange Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen sind bei Erwerbstätigen schon längst keine Ausnahme mehr und müssen zukünftig noch viel mehr Aufmerksamkeit, auch von Arbeitgeberseite, erfahren", sagt Albrecht Wehner, Experte für Gesundheitsberichterstattung bei der TK. Hierbei sei für Wehner auch das betriebliche Gesundheitsmanagement von enormer Bedeutung.

Erkrankungen der Atemwege besonders häufig

Die Erwerbstätigen in Deutschland blieben von den Erkältungs- und Grippewellen im November und Februar des vergangenen Jahres nicht verschont. So lag der Krankenstand mit Grippe- oder Erkältungsdiagnosen im Frühjahr 2018 höher als in allen betrachteten vorangegangenen Jahren im Zeitraum von 2000 bis 2017. Erkältungskrankheiten hatten zu diesem Zeitpunkt einen Anteil von knapp 39 Prozent am Gesamtkrankenstand.

Daher sind gerade vorbeugende Maßnahmen in Zeiten mit erhöhter Ansteckungsgefahr wichtig. "Das betrifft nicht nur das private Umfeld. Auch im Unternehmen kann der Entstehung und Verbreitung von Erkältungskrankheiten, beispielsweise durch die Einhaltung von betrieblichen Hygiene-Standards, präventiv entgegengewirkt werden", so Wehner.

Rückenbeschwerden besonders in Metall- und Logistikberufen präsent

Auch wenn die aktuellen Daten auf einen leichten Rückgang der Rückenbeschwerden hindeuten, sind Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit einem Gesamtanteil von 8,3 Prozent weiterhin Hauptursache für hohe Fehlzeiten. Dies gilt vor allem für Beschäftigte in der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie für in Lager- und Logistikberufen tätige Personen. Jeder Beschäftigte aus diesen Branchen war im Jahr 2018 mehr als 2,8 Tage aufgrund von Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens krankgeschrieben.

Regional betrachtet führen Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt auch im Bereich der Rückenbeschwerden das Ranking der Fehlzeiten an. Beide Bundesländer lagen 2018 mit durchschnittlich 1,84 bzw. 1,79 Fehltagen pro Kopf weit über dem Bundesdurchschnitt von insgesamt 1,29 Fehltagen.

Auch und gerade in Berufen mit hoher körperlicher Belastung ist es wichtig, der Entstehung chronischer Erkrankungen im Rücken und der Wirbelsäule präventiv entgegenzuwirken. Wehner betont hierzu, dass "wir als TK uns dabei in der Verantwortung sehen, unseren Versicherten sowie deren Arbeitgebern eine möglichst umfangreiche Unterstützung im Bereich Prävention zukommen zu lassen." Gesetzliche Krankenkassen, wie die TK, bieten daher viele Möglichkeiten, das betriebliche Gesundheitsmanagement bei Unternehmensanalysen, Strukturaufbau sowie der Einführung von Kurs- und Beratungsangeboten zum Thema Rücken und Wirbelsäule zu begleiten.es wichtig, der Entstehung chronischer Erkrankungen im Rücken und der Wirbelsäule präventiv entgegenzuwirken. Wehner betont hierzu, dass "wir als TK uns dabei in der Verantwortung sehen, unseren Versicherten sowie deren Arbeitgebern eine möglichst umfangreiche Unterstützung im Bereich Prävention zukommen zu lassen." Gesetzliche Krankenkassen, wie die TK, bieten daher viele Möglichkeiten, das betriebliche Gesundheitsmanagement bei Unternehmensanalysen, Strukturaufbau sowie der Einführung von Kurs- und Beratungsangeboten zum Thema Rücken und Wirbelsäule zu begleiten.

 

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