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Zusatzbeitrag der Krankenkassen bald doppelt so hoch ? Ersatzkassen fordern politisches Handeln

30.01.2015

Laut einer Einschätzung des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) könnte sich der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung schon bald nahezu verdoppelt haben.
Bereits 2018 rechneten die Ersatzkassen mit einem Zusatzbeitrag von 1,7 Prozent. Diese Entwicklung basiere auf dem Auseinanderdriften von Einnahmen und Ausgaben, wie es sich seit dem Jahr 2014 abzeichne. Durch weitere Gesetzesreformen im Gesundheitsbereich, etwa bei den Krankenhäusern oder in der Prävention, kämen noch einmal zusätzliche Ausgabenlasten auf die Krankenkassen zu.  

Arbeitgeber stärker belasten und Reserven abbauen

Weil die Arbeitgeber nicht an der Kostenentwicklung beteiligt werden, müssten die Versicherten die ganze Last tragen, kritisierte der Verbandsvorsitzende Christian Zahn. Gleichzeitig schlug der Verband die Ausschüttung finanzieller Reserven im Gesundheitsfonds in Höhe mehrerer Milliarden Euro an die Krankenkassen und eine Absenkung der Liquiditätsreserve im Fonds vor. Von der Politik forderte Zahn eine Lockerung der gesetzlichen Deckelung des Arbeitgeberanteils zur Krankenversicherung

Zusatzbeitrag flächendeckend eingeführt

Seit dem Inkrafttreten der GKV-Finanzreform zum Jahreswechsel können die Krankenkassen individuell verschiedene Zusatzbeiträge festlegen. Mit Ausnahme von zwei Krankenkassen führten flächendeckend alle Kassen einen Zusatzbeitrag ein. Derzeit liegt die Höhe dieses Beitragsanteils zwischen 0,0  und maximal 1,3 Prozent. Dieser ist allein von den Arbeitnehmern zu entrichten. Durch diese Spanne ergibt sich ein theoretisches Sparpotenzial beim Beitragssatz von mehr als 600 Euro durch einen Krankenkassenwechsel.

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