Werbung

Zusatzbeiträge ab 2015 - Kritik aus CDU-Reihen an der Gesundheitsreform der Großen Koalition

13.06.2014 Der Vizevorsitzende der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, hat die frisch im Bundestag verabschiedete GKV-Finanzreform in die Kritik genommen. 

Bäumler kritisierte im „Handelsblatt“ vor allem die im Gesetz enthaltene dauerhaft festgeschriebene Deckelung der künftigen Arbeitgeberbeiträge. Arbeitnehmer und Rentner trügen in Zukunft das Risiko der Kostensteigerungen im Gesundheitswesen allein", so  der Politiker. Die Abschaffung der pauschalen Zusatzbeiträge sei zwar grundsätzlich zu begrüßen, habe aber eine gefährliche Nebenwirkung.
 

Arbeitgeber sollen ab 2016 an Beitragssteigerungen beteiligt werden

Mit dieser Äußerung spielte der CDA-Vizechef auf die möglichen Zusatzbeiträge an, die von den Versicherten allein zu bezahlen wären. Weil die Arbeitgeber laut Gesetzesnovelle keine Beitragssteigerungen mehr zu befürchten hätten, verlieren die Arbeitnehmer sie außer dem als Verbündete im Gesundheitssystem, so Bäumler weiter.  


Wie hoch ist der Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse 2015 ? -> zur Umfrage


Bereits im kommenden Jahr würden die Beitragseinnahmen der Kassen nicht mehr die Ausgaben decken können, so dass mit der Einführung von Zusatzbeiträgen für die Versicherten fest ausgegangen werde. Bäumler forderte daher von den Koalitionsparteien eine spätere Kopplung des Arbeitgeberbeitrags an den Arbeitnehmerbeitrag. Dies solle spätestens 2016 geschehen, so der CDU-Politiker.