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Zug geholt? - Steifer Hals: Ursachen und Behandlung

12.09.2006

Zugluft und Bewegungsarmut sind ursache schmerzhafter Verspannungen und Kopfschmerzen

Foto: (c) fotolia.com / pictur - factory

Den Kopf zu drehen ist unmöglich und Schmerz zieht aus dem Nackenbereich auf die Schulter und in den Rücken? Hinter einem „steifen Hals“ oder „akutem Schiefhals“ stecken meist Muskelverspannungen und Verkrampfungen, die durch falsches Sitzen oder Liegen entstehen. Wenn noch Kälte oder Zugluft einwirken, kommt es zusätzlich auch oft zu Kopfschmerzen.

Zu diesem bekannten Szenario kann es schnell kommern, etwa bei der Fahrt im offenen Auto mit einem verschwitzten Hemd, beim Bügeln, im Büro oder nachts im Bett bei offenem Fenster. Wenn die Schmerzen in den Arm ausstrahlen oder Sensibilitätsstörungen hinzukommen, sind bestimmte Nerven gereizt oder geschädigt.Welches nun aber die Ursachen für die damit verbundenen Verspannungen sind, ist nicht definitiv geklärt. So wird zum Beispiel darüber spekuliert, dass der Muskel verkrampft oder darin mikroskopisch kleine Blutungen oder Risse entstehen. Dies kann passieren, wenn der Muskel kalt ist und sich plötzlich bewegen muss.

 

Schmerzvermeidung verstärkt Verspannungen

Die erste Reaktion der Betroffenen ist meist „Bloß nicht bewegen!“. Leider ist dies grundverkehrt, denn Bewegung und Wärme sind die besten Mittel gegen Verspannungen. Selbst bei stärkeren Schmerzen sollte man nicht längere Zeit im Bett verbringen. Im Gegenteil: Körperliche Übungen können die Schmerzen reduzieren oder im Idealfall ganz verschwinden lassen.

Im akuten Fall helfen Wärme – mit einem Schal, Rotlicht, einem aufgewärmten Kirschkernkissen oder einer heißen Rolle – und eine sanfte Massage. Die Wärme bewirkt eine stärkere Durchblutung des Muskels. So werden die Schmerzen gelindert, und kleine Verletzungen können schneller wieder abheilen. Wichtig ist es außerdem, sich vorsichtig und nicht ruckartig zu bewegen. Durchblutungsfördernde und schmerzstillende Rheumasalben, Rheumabäder oder Einreibungen (z.B. mit Cayennepfeffer, Benzylnikotinat, Salicylat) bessern die Beschwerden.

Wie lassen sich Verspannungen und Schmerzen vorbeugen?

Die beste Vorbeugung gegen den steifen Hals sind eine aufrechte Haltung, das Vermeiden von Zugluft und vor allem Bewegung. Bei vornehmlich sitzender Tätigkeit sollte man daher für optimale Sitzverhältnisse und regelmäßige Entspannungspausen sorgen und öfter mal aufstehen. Denn wer sich bewegt, erhöht die Stabilität seiner Knochen und kräftigt die Muskulatur. Nachts kann ein Nackenstützkopfkissen hilfreich sein.

Untrainierte Menschen sollten täglich fünf bis zehn Minuten spazieren gehen, Rad fahren oder schwimmen. Absolute Sportmuffel sollten wenigstens die Treppen statt dem Aufzug nehmen oder öfter mal aufs Auto verzichten und zu Fuß gehen.

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