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Zinstief machts möglich: Krankenkassen kaufen Aktien mit Beitragsgeldern

17.11.2016


Nun also doch! Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen ab 2017 Gelder in Aktien anlegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine aktuelle Anfrage der Grünen im Bundestag hervor.  

Demnach ist es ab 2017 allen gesetzlichen Kassen erlaubt, bis zu zehn Prozent des so genannten Deckungskapitals gewinnbringend in Aktienpapieren anzulegen. Dabei handelt es sich um denjenigen Teil der Finanzrücklagen, mit dem die betriebliche Altersversorgung der Angestellten finanziert werden soll.

Vorschriften für die Art der Anlagen werden den Kassen nicht gemacht, außer dass sie „sicher“ und „gewinnbringend“ sein sollen. Der Gesetzgeber verzichtet also darauf, mit Anlagerichtlinien dafür zu sorgen, dass die Gelder zum Beispiel für soziale, ethische oder ökologische  Anlageformen eingesetzt werden. Dies ist den Kassen grundsätzlich aber freigestellt.

Hintergrund dieser Entscheidung ist die lang anhaltende Zinskrise an den Finanzmärkten, die es nahezu unmöglich macht, kapitalbildend zu agieren.

 

Foto: (c) Markus Hein / pixelio.de

  

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